Der Landesjägermeister kritisiert…

… die Teilnehmer von Schatzsuchen, so stand es am Samstag in der Stuttgarter Zeitung.

Der Wald droht nach Ansicht der Jäger im Südwesten zur Spielwiese für Freizeitabenteurer zu verkommen. „Es wäre mehr als notwendig, während der Nachtzeit ein Wegegebot einzuführen“, fordert Landesjägermeister Dieter Deuschle beim Landesjägertag am Freitag in Heidenheim. Wildtiere würden etwa von durch den Wald streifenden Schatzsuchern – sogenannten Geocachern – beunruhigt. Die Jagd werde erschwert, vor allem wenn die Schatzsucher abends und nachts unterwegs sind.

Quelle: Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 17.4.2010

Ich kritisiere den Landesjägermeister Dieter Deuschle, dass er sich nicht vorher über Geocaching ausführlich informiert hat und anstatt zu kritisieren, seinen Kollegen beim Landesjägertag erklärt, wie man als Jäger mit Geocachern Kontakt aufnimmt und ohne viel Gepolter gemeinsam die Natur nutzen kann.
Vermutlich hat Herr Deuschle auch nur den Artikel in der DJZ gelesen. :nein:

Vielen Dank an AndiW für den Tip

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Datum: Mittwoch, 21. April 2010 14:02
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15 Kommentare

  1. boschdler / MichaelNo Gravatar
    Donnerstag, 22. April 2010 20:12
    15

    @scandi, meine Kritik bezog sich auch nicht auf Nachtcaches im speziellen, sondern um die dauernde Kritik der Grünröcken gegen Cacher.
    Klar fährt keiner Nacht’s mit dem Rad durch den Wald, aber im Gegensatz dazu zieht der Cacher keine Spuren in den Wald wie Mountain Biker, aber bekommt immer auf die Mütze.

  2. 14

    @Boschdler: Es geht hier im speziellen um die Nachtzeit – schonmal nachts ’nen Mountainbiker auf engen Singletrails durch den Wald heizen sehen? Macht nämlich definitiv keinen Spass.

    Und wenn wir mal ehrlich sind: Wer hat außer Jägern und Geocachern schon mal jemanden durch den stockdunklen Wald laufen sehen?

  3. boschdler / MichaelNo Gravatar
    Donnerstag, 22. April 2010 14:29
    13

    Letztens war ich im Buocher Wald unterwegs, (da wo JR’s HDS – Runde liegt) fahren da nicht Jugendliche mit ihren Mountain Bikes quer duch den Wald Hangabwärts. Die ziehen da eine richtig gute Schneise quer durch den Wald und fahren Spaziergänger fast über den Haufen. Angeblich ist das genemigt, woran ich aber irgendwo zweifle.
    Das sind die Biker, die oben am Korber Kopf verbannt wurden, wo auch Schilder im Wald hängen, die das Radfahren verbieten.
    Aber der Herr Jägermeister äußert sich negativ über Geocacher die durch den Wald streifen und eventuell mal ’ne Wildsau oder ein Rehlein im Wald erschrecken oder einen Jägersmann auf ihren Hochsitzen aufweckt. Ich glaub ich heiz jetzt auch mit dem Rad durch den Wald, das macht ja scheinbar nicht’s.

  4. 12

    @mic@: Klar gibts auf allen Seiten immer auch vernünftige Leute. Aber zum einen ist Förster nicht gleich Jäger, und zum anderen hab ich wirklich noch nie von einem Fall gehört, wo ein Nachtcache die Zustimmung vom dort tätigen Jäger erhalten hätte. Das wäre ja ein Widerspruch in sich – der Jäger würde damit quasi zustimmen, dass, während er jagt, dort evtl. Leute im Unterholz herumstreifen.
    Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.

  5. 11

    @ScandinavianMagic: Man kann auch kooperativ einen Cache anlegen, Details hier: http://www.bischiweb-online.de/wp/revierfoersterlicher-segen/

  6. 10

    Wie wäre es mit mehr Events wie diesem, welches letztes Jahr durchaus interessant und lehrreich für beide Seiten war – GC1MRMZ ;)

  7. 9

    Ich kritisiere den Landesjägermeister Dieter Deuschle, dass er sich nicht vorher über Geocaching ausführlich informiert hat und anstatt zu kritisieren, seinen Kollegen beim Landesjägertag erklärt, wie man als Jäger mit Geocachern Kontakt aufnimmt und ohne viel Gepolter gemeinsam die Natur nutzen kann.
    Vermutlich hat Herr Deuschle auch nur den Artikel in der DJZ gelesen.

    Ich bin zwar kein Jäger, aber wie sich manche „Nachtcacher“ im Wald benehmen kann ich das nachvollziehen. Da wird grölend (Angst vor dem Wildschwein?) durch den Wald gelaufen nach dem Motto: Der Wald ist für alle da, besonders für mich. Dass sich die Geocacher mit der zuständigen Jagdaufsicht in Verbindung setzten…nein der kann ja zu mir kommen….

  8. ScandinavianMagicNo Gravatar
    Mittwoch, 21. April 2010 19:32
    8

    Ob der Jäger sich nun gut oder schlecht informiert hat, ob die DWJ mal wieder mit irgendjemandem einen tollen Dialog geführt hat – Fakt ist doch nun mal: Jäger jagen vorzugsweise ab Einbruch der Dunkelheit, Nachtcacher tun selbiges. Und wenn das nun mal dummerweise am selben Ort stattfindet, ist Ärger vorprogrammiert.

    Was könnte denn nun bei einem ideal geführten Dialog zwischen Jäger und Cacher bestenfalls rauskommen? Viele Optionen gibts ja nicht:
    – Jäger jagen an geraden, Cacher cachen an ungeraden Tagen
    – Geocacher verzichten auf Nachtcaches in Jagdgebieten
    – Jäger verzichten auf das Jagen in Nachtcache-Gebieten

    Oder wie oder was? Irgendwelche konstruktiven Ideen jemand? :-?

    Dieses „lass uns mal zusammensitzen und die Sache besprechen“ ist doch… :wallbash:

  9. 7

    @IrisFlo:
    Da habe ich wohl die Farbe falsch in Erinnerung gehabt. Wohl doch eher ins orange gehend:
    http://autopixx.de/autobilder/bilder-1YovHaVj-bmw-635-csi-coupe-jaegermeister.html

    -jha-

  10. 6

    @ -jha-

    Du musst an das feuerrote Spielmobil denken?

    http://www.autobild.de/ir_img/67757785_c7383457cc.jpg

    F.

  11. 5

    Ja, vermutlich wird der Artikel in der DJZ von einigen als „Argumentationsgrundlage“ verwendet und „tösen“ z.T. unqualifiziert rum.

    Aber es gibt eben auch andere Jäger bzw. Eigentümer von Jagden, die durchaus Willens sind und sich umfassend informieren lassen und den Dialog mit „den Geocachern“(TM) suchen.

    Grad gestern waren ein Kollege vom Dt. Wanderverband und ich auf Anfrage des Deutschen Bauernverbandes auf eine juristische Fachtagung (Abteilung http://www.bagje.de) eingeladen worden, um eben über das Hobby Geocaching umfassend zu informieren (https://twitter.com/DWJ_Bund).

    Wir sind beide mit einem positiven Gefühl aus der Tagung raus, weil erkennbar war, dass es neben ein paar Hardlinern eben doch jede Menge „Vernünftige“ gibt, die Sachdialogorientiert denken.

    Man kann sich über die genannte „Lodenmantel- und Geländewagenfraktion“ natürlich (öffentlich) lustig machen, aber ob das für das Hobby zielführend ist, das müsst ihr selbst entscheiden.

    Wir (DWJ/DWV) tun was sinnvoll und möglich ist, um ein freundliches Miteinander möglich zu machen. Es wäre klasse, wenn die ein oder andere öffentliche Äußerung unterbleiben würde, da sie nicht unbedingt den freundlichen Sachdialog fördert.

    Was meint Ihr?

    Viele Grüße
    Jörg
    Deutsche Wanderjugend

  12. 4

    Entschuldigt bitte mein Unwissen, aber was ist ein Landesjägermeister?
    Hat der ein Wettschiessen gewonnen? Oder wird der gewählt?
    Und warum muss ich dabei an kaminrot lackierte Autos denken?

  13. 3

    Ich glaube ja, dass er beunruhigt ist, weil er (verständlicherweise) Angst hat, dass einer seiner Kollegen mal versehentlich einen Nachtcacher abknallt. Und dann ist es vorbei mit dem Frieden im Wald. Ich habe letztens einen Nachtcache gemacht, bin laut pfeifend und Taschenlampenschwingend durch den Wald gegangen, weil ich auf den ersten 500 Metern an drei Hochsitzen vorbei gekommen bin. Entlang der Runde waren es im Endeffekt sieben Hochsitze… irgendwann wir was passieren… und dann schauen Jäger und Cacher beide dumm aus der Wäsche.

  14. 2

    Und was ist mit den Geocachern die von durch den Wald streifenden schwerbewaffneten Lodenmantelträgern beunruhigt werden? Dadurch wird die „Schatzsuche“ erheblich erschwert, vor allem wenn die Jäger abends und nachts unterwegs sind. Auch bin für die Einführunge eines Wegegebotes: Jäger sollten sich Nachts nur zu Fuß und unbeleuchtet auf Autobahnen aufhalten dürfen. Wer unbedingt in der Gegend rumballern will, soll doch nach Afghanistan gehen…

  15. 1

    Dieses leidige Thema wird uns wohl noch lange erhalten bleiben.
    Leider wird es immer wieder Jäger geben, welche ohne sich vorher richtig zu informieren anderen nur nachplaudern und weiter aufbauschen nur um sich zu profilieren. Dieses Verhalten ist natürlich nicht nur auf Jäger beschränkt. Leider wird hier so schnell keine Ruhe einkehren. Da hilft nur den Kontakt mit den örtlichen Jägern suchen und gegenseitige Rücksichtnahme.