Wenn die Masse zum Problem wird

4 Owner, 19 Laufrunden, 286 Dosen, insgesamt ca. 130 km… soviel zu den Eckdaten der „Geocaching-Forever“-Runde. Angesichts der Tatsache, dass die Dosen einen mittleren Abstand von knapp 450 m haben, würde man bei dieser virtuellen Landkartenbeschriftung nicht gleich von einem Powertrail sprechen. Dennoch locken die Punkte Dosen viele Geocacher an.
Das hat auch die Gemeinde Neuweiler entdeckt und dem Thema im Amtsblatt einen Absatz mit der Überschrift „Geocaching nicht unproblematisch“ gewidmet.

…Dieser wurde im Dezember vergangenen Jahres von einer Privatinitiative bestehend aus drei Familien ohne vorherige Absprache ausgebracht…
Die Gemeinde Neuweiler wurde hiervon erst Mitte Januar unterrichtet. Grundsätzlich ist Geocaching in Baden-Württemberg vom Waldbetretungsrecht abgedeckt. Der Einrichtung der sogenannten Caches muss jedoch vom Waldbesitzer zugestimmt werden. Da bei der Einrichtung des Geocaches die Grundstückseigentümer bisher nicht beteiligt wurden, wurde die Initiative zwischenzeitlich aufgefordert, sämtliche Geochaches aus dem Gemeindewald sowie dem Privatwald im Bereich des Gemeindegebiets der Gemeinde Neuweiler abzubauen.

Quelle: Aktuelle Version des Amts- und Mitteilungsblattes von Neuweiler

Leider konnte ich mir noch kein eigenes Urteil zur Serie bilden, habe bisher allerdings nur Positives gehört. Dennoch stellt sich mir die Frage, ob so etwas unbedingt sein muss.
Es dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, dass eine hohe Anzahl Dosen die Cacher in größerer Zahl anlockt. Dass darunter immer mehr Kandidaten sind, die sich nicht an die Vorgaben des Owners (Beispiel: Nicht bei Nacht) oder an geltende Gesetze (Warum laufen wenn man auch fahren kann) halten, ist auch kein großes Geheimnis mehr. Irgendwie also nicht verwunderlich, dass es über kurz oder lang Probleme mit den vielen ausgelegten Dosen gibt.

Geocaching forever

Quelle: Webseite Geocaching Forever (nicht immer erreichbar)

Ob eine reine Verlegung der als problematisch angesehenen Dosen ausreicht oder ob der Unmut dadurch einfach in eine andere Gemeinde verlagert wird, wird die Zeit zeigen. Dass das Problem damit nicht einfach aus der Welt geschafft ist, zeigt die Planung der Gemeinde zur weiteren Vorgehensweise.

Es ist vorgesehen, nach dem Abbau ein Treffen mit allen betroffenen Behörden, den Gemeinden, Vertretern der Jagdgenossenschaften, der Hegeringe und des Tourismus anzuberaumen,um die weitere Vorgehensweise festzulegen.

Quelle: Aktuelle Version des Amts- und Mitteilungsblattes von Neuweiler

Unter dem Strich frage ich mich, was aus der vor Jahren von Reviewerseite so eisern hochgehaltenen Sättigungsregel geworden ist. Damals™ konnte man kaum mehr als drei oder vier Dosen in Form einer Serie auslegen, ohne dass man vom Reviewer zu einem Multi verdonnert und keine einzige Dose des angeblichen „Powertrails“ veröffentlicht wurde. Die Vorgehensweise war nicht unbedingt falsch, nur war es dafür einfach noch zu früh…

Tags » «

Autor:
Datum: Montag, 12. März 2012 17:08
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben

Erlaubte HTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

CAPTCHA-Bild
*

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:-? 
8) 
:lol: 
:x 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
:roll: 
;) 
:idee: 
:| 
:mrgreen: 
:XD: 
:ugly: 
:freu: 
:freu2: 
:motz: 
:lachtot: 
:irre: 
:hilfe: 
:wallbash: 
:gott: 
:zensur: 
O_o 
:bravo: 
:pfeif: 
:ja: 
:nein: 
:maul: 
:doh: 
:girl: 
:winken: 
:sm: 
:2Cents: 
:verzweifelt: 
 

40 Kommentare

  1. 40

    […] groß waren die Differenzen, zu gering die Bereitschaft zum Miteinander. Mit Geocaching Forever begann der Rauswurf der Geocacher mitsamt ihrem “Dosenmüll” aus Altensteig, fortan war […]

  2. 39

    […] hat das damals ganz gut in seinem Blog mit dem Artikel “Wenn die Masse zum Problem wird” beleuchtet, trotzdem war die Entrüstung in der Community groß! Dass das Ganze nicht […]

  3. 38

    […] förmlich nach Problemen mit Jagd und Forst. Warum hat man als Reviewer, angesichts der zum Teil massiven Probleme durch Massenbedosungen, nicht die Cachesättigungs-Karte** ausgespielt? Geocaching ohne Rücksicht auf Verluste, nur die […]

  4. 37

    Ich werde dem ganzen bestimmt nicht nachtrauern – schade für die Zeit der Reviewer.

    Man hätte auf der selben Wegstrecke doch ein paar Mutlis legen können. Die würden zwar nicht so oft geloggt werden, aber dafür gäbe es bestimmt was zum Lesen für den/die Owner. Hier wurde aber extra darauf higewiesen, dass nur Logs der ersten Dosen gelesen werden. Na danke, ich habe noch bie copy&paste geloggt ! Dann macht doch Multis, da gibt es immer nur eine „erste“ Dose.

    Mit der Punktegeilheit machen wir wirklich vieles kaputt. Wobei das bestimmt nicht unser eizigstes Problem ist. Und wer denkt ich wär ein Lämmchen, weil ich obiges Schreibe, darf das ruhig weiterhin denken ;)

  5. 36

    […] ist “Geocaching Forever” nicht mehr da. Wir brauchens gar nicht gross zu erklären, macht JR849 nämlich gewohnt gut.* Massenkompatibel – heisst nicht nur ein Song des von uns so geliebten Herrn Grebe. Wenn […]

  6. 35

    Hallo miteinander!
    Uns bereiten diese und ähnliche Entwicklungen auch Sorge.

    Darum organisieren wir dieses Multi-Event: http://coord.info/GC3A99E

    Hier die zugehörige Webseite: http://www.gecko-event.de/

    Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam an Lösungen zu arbeiten! :idee:

    Wenn Ihr gute Ideen habt, lasst es uns wissen -das Programm steht schon, aber wir haben extra noch Luft „nach oben“ gelassen. Bislang haben sich 180 Personen per „will attend“ angekündigt. Und der Spaß kommt mit Sicherheit auch nicht zu kurz… :bravo:

    Beste Grüße,
    Czerkus

  7. 34

    @Bursche und @JR: Moment mal! In dem Text steht, dass die Initiative zwischenzeitlich aufgefordert wurde, sämtliche Geochaches aus dem Gemeindewald sowie dem Privatwald im Bereich des Gemeindegebiets der Gemeinde Neuweiler abzubauen. Da kann ich beim besten Willen keinerlei Kompromissbereitschaft herauslesen. Und mit Spekulation hat das schon gar nichts zu tun. Das bedeutet im Klartext: Ende Gelände, und zwar sofort! Da braucht man nichts flach halten, der Ball ist schon von hoch oben herabgeschossen worden.

    Viele Grüße
    Gerald

  8. 33

    @charlenni
    dein vorschlag ist ne super Idee :D dann würden mehrere Probleme auf einmal gelöst…
    @all
    Ich selbst halte nicht wirklich was von Powertrails, denn irgendwie nimmt es doch den Spaß an der Sache, wenn man sich alle 160-250m für nen Petling unter nem Stein bücken muss, oder? Mir fehlt da auch das Verständnis für Leute, die I. diese Caches loggen und dafür auch noch extrem weite Strecken reisen und II. auch das Verständnis für die Owner, die solche Monster in die Welt setzen – bei der Masse können die Verstecke nicht mehr originell sein, mal ganz zu schweigen vom Wartungsaufwand…
    Ich hoffe einfach, dass sich diese „Modeerscheinung“ bald wieder legt und dann die ganze Debatte um „Früher, als noch niemand Geocaching kannte, war alles besser“ auch wieder etwas abflacht…

  9. 32

    @Bursche: Der Ball wird hier recht flach gespielt. Bisher hat noch keiner wilde Spekulationen vom Stapel gelassen, dass die komplette Serie archiviert werden muss o.ä. Eigentlich sind wir immer noch bei der Diskussion um Serien im Allgemeinen, nur der letzte Teil ist etwas in Richtung „Treffen der Gemeinde Neuweiler“ abgedriftet. ;-)

  10. 31

    Ich habe mir vor zwei Jahren die schriftliche Genehmigung der Stadt geholt und darf bspw. auch städtische Gebäude „bedosen“ (und das können nach Absprache natürlich auch andere Cacher hier machen). Die Verwaltungsspitze war schnell überzeugt, als ich ihr erläuterte, dass für die rd. 40 Dosen in Ochtrup und Umgebung etliche Leute einen ganzen Tag hier verbringen und „nebenbei“ noch was einkaufen, essen…
    Tourismusförderung wird im Münsterland groß geschrieben. Und ob es der Betreiber unserer Windmühle oder auch ein Landwirt oder Jäger ist: vorher fragen kommt immer gut an und dann sind die Problemne deutlich geringer als wenn man einfach Dosen gelegt hätte.

    Wenn wir bei der aktuellen Entwicklung nicht die Kommunikation vorantreiben, dann bekommen wir sicherlich noch mehr Schwierigkeiten.

  11. 30

    Nun haltet doch mal den Ball flach!

    Gestern kam über twitter der Link zum Amtsblättle und nun schießen die Spekulationen ins Kraut. Auf http://www.gocacher.de/?p=974 ist sogar von einem „Präzedenzfall sogar auf Landesebene für die eindeutige Überstrapazierung des Betretungsrechtes“ die Rede. Hat schonmal jemand mit den Ownern telefoniert? Ich kenne sie und traue ihnen durchaus zu, dass sie die Kuh nochmal vom Eis holen.

    Generell sorgen solche Runden aber wohl tatsächlich dafür, dass immer mehr Muggel unser Treiben gerne unterbinden würden. Richtig ist auch, dass wir von G$ keine Unterstützung erwarten können. Wenn nun immer mehr Cacher einsehen, dass dieser Statistikwahn zu nichts Gutem führen kann dann bleibt zu hoffen, dass zumindest einige von uns nicht nur darüber lamentieren sondern sich auch mal Gedanken machen, was sie Ihrerseits zum Statistikwahn beitragen und wie sie dieser Entwicklung selbst gegensteuern können.

  12. 29

    Interessant auch folgender Aspekt:

    Da bei der Einrichtung des Geocaches die Grundstückseigentümer
    bisher nicht beteiligt wurden, wurde die Initiative
    zwischenzeitlich aufgefordert, sämtliche Geochaches
    aus dem Gemeindewald sowie dem Privatwald im Bereich des
    Gemeindegebiets der Gemeinde Neuweiler abzubauen.

    Erstmal schießen, dann fragen, fällt mir dazu ein. Wäre es nicht auch ein passender und möglicherweise sinnvollerer Vorschlag gewesen, die Initiative zu bitten (meinetwegen auch zu ersuchen), sich die entsprechenden Genehmigungen bei den Grundstückseigentümern zu holen? Wenn das nicht geklappt hätte, dann hätte man immer noch den Abbau der Caches fordern können (und müssen). Aber das liegt ja gar nicht im Interesse der relevanten Gruppen (vielleicht mit Ausnahme der Tourismusvertreter).

    Viele Grüße
    Gerald

  13. 28

    Da hab ich wohl in meinem Beitrag die Ironietags vergessen. Ich jedenfalls gewinne durch die gewählte Formulierung den Eindruck, dass keinerlei Interesse seitens der Gemeinde Neuweiler besteht, mit Geocachern das Problem zu kommunizieren, sondern dieses Treffen mit allen „relevanten“ Gruppen einzig und allein dazu dienen soll, festzulegen, wie man die „Plage“ Geocaching präventiv und nachhaltig bekämpfen kann. Etwas überspitzt gesagt, aber so und nicht anders hab ich diese Ankündigung verstanden.

    Viele Grüße
    Gerald

  14. 27

    Ich habe mal in meiner Stadt nachgefragt ob die Stadt als Besitzer eines Waldstücks einen Multicache genehmigt. Und der Voraussetzung das er an den Wegen liegt und kein Nachtcache ist wurde das genehmigt.
    Wenn eine Kommune selber Wald besitzt ist es vermutlich leichter Geocaches genehmigt zu bekommen.
    Jetzt bin ich mal gespannt was der nicht freundliche Jäger dazu sagt, wenn da ein genehmigter Cache liegt.

  15. 26

    @Charlenni, @Mystphi: Wünschenswert wäre es schon, wenn sich ein paar lokale Geocacher ebenfalls an dem Treffen beteiligen würden. Nicht um die Masse an Dosen schön zu reden oder die Vorteile in Form vom steigenden Tourismus aufzuzeigen, sondern um die dort aufgetretenen Probleme an die Community weiterzugeben.

  16. 25

    @Mystphi: Natürlich sind sie nicht eingeladen. Wen sollte man denn auch einladen? Einen einzelnen? Oder alle? Die Dosenleger? Groundspeak? Schwierig.

    Leider gibt es einen „Markt“ für Runden mit vielen Dosen. Ich verstehe nicht, wo der Unterschied im Erlebnis zwischen 42 Dosen oder 1 Dose auf 14 km liegt. Aber es scheint einen zu geben.

    Wenn aber der Weg nicht mehr das Ziel ist, sondern die Anzahl der Dosen, dann wäre doch allen gedient, wenn wir die Powertrails in Industriegebiete verlegen. Die werden am Wochenende kaum genutzt. Dort kann man an jeder Laterne, jedem Zaun oder jedem Pfosten eine Dose legen (von mir aus kann hier die Abstandsregel entfallen) und die Leute, denen viele Dosen Spaß machen können mit dem Auto, dem Fahrrad oder dem Roller anreisen und ihre Runden drehen. Die Gemeinde kann Stellplätze für Imbissbuden verpachten und Klohäuschen aufstellen. Die ansässigen Firmen können Parkplätze vermieten und große Werbeplakate aufstellen, eventuell sogar mit Befestigung für die Filmdose oder den PETling. Anbieter von Outdoor-Artikeln können an sonnigen Wochenenden Stände aufstellen und fliegende Händler bieten fertig bedruckte Bögen mit Aufklebern in Logbuchgröße an. Schwarze Bretter sorgen am Eingang dafür, dass sich Teams bilden können, damit nicht jeder unbedingt an jeder Dose vorbeikommen muss. Es tut ja eigentlich auch jede zweite, nur loggen muss man selbst. Oder könnte da Groundspeak noch was machen? Eine Funktion, bei der Premium-Member den Powertrail automatisch loggen können?

  17. 24

    @ColleIsarco:
    Es geht bei dem Treffen doch darum, wie eine Wiederholung ähnlicher „Bedosungsfälle“ verhindert werden kann bzw. wie dagegen in Zukunft vorgegangen wird. Da sind Geocacher natürlich NICHT eingeladen / erwünscht.

    Viele Grüße
    Gerald

  18. 23

    @biggi: „Nur PMs dürfen Caches legen“ verhindert solchen Schwachsinn nicht, denn es sind die PMs, die solchen Schwachsinn fabrizieren!

    Die Entwicklung scheint mir nicht mehr aufhaltbar zu sein. Da muss sich etwas in den Köpfen der Cachergemeinschaft ändern.

    Was mich etwas erschreckt: Da ist die Rede davon, dass nach dem Abbau sich diverse Gruppen zusammensetzen werden, aber in der Auflistung fehlen die Geocacher, was wird da wohl rauskommen?

  19. 22

    2 Gegenbeispiele:
    1.
    In Bühlertal (Nordschwarzwald) legt die Tourist-Information seit ein paar Monaten selber Multis und Powertrails (der neuste besteht aus 31 Tradis) aus, zusätzlich zu den bereits bestehenden Powertrails.
    2.
    Unter http://www.schwarzwald-tourismus.info/reisethemen/wandern/geocaching wird von offizieller Seite intensiv für Geocaching im Schwarzwald geworben.

    Das Thema scheint lokal sehr verschieden gesehen zu werden.

  20. 21

    Ich denke, da ist von Seiten Groundspeaks das Wesentliche gesagt – sinngemäß: Erst denken, dann Dose auslegen. Und das ist der Punkt, an dessen Umsetzung es massiv zu scheitern scheint. Das liegt nicht an Groundspeak oder den Reviewern oder den bösen Jägern und Waldbesitzern, das liegt schlicht und ergreifend an der Dummheit und Ignoranz der Owner. Solange es zum guten Ton gehört, möglichst VIELE Caches gelegt zu haben und sich der Glaube hält, es wäre um jeden Cache schade, der nicht gelegt bzw. wieder archiviert wird, solange wird sich daran wenig ändern. Jeder glaubt, das Recht, einen Cache legen zu dürfen, auch nutzen zu müssen – das Resultat sind langweilige Caches oder Caches, die Schaden anrichten – seien das Powertrails oder T5-Dosen, die dann von Ahnungsbefreiten Nichtkönnern angegangen werden – weil sie haben ja vermeintlich „das Recht dazu“. Eine gesunde Selbstbeschränkung analog zum ebensolchen Menschenverstand ist aktuell wohl in der deutschen Cacher-„Szene“ schwer darstellbar. „Common sense isn´t so common anymore“ ist dazu sehr treffend.

  21. 20

    Entweder steuern wir selbst gegen solchen Mist oder man wird es für uns tun.
    Und das wird weder Groundspeak noch deren Lakaien sein…

  22. 19

    sowas ist in meinen augen unfug, unnötig und hat nichts mit geocaching sondern nur mit statistikgeilheit zu tun. ich würde sowas nie machen, eine 9er runde vor kurzem hat mich schon böse angenervt…. da sollte groundspeak mal intervenieren….

  23. 18

    @StoerteBreker … der klare Menschenverstand von Cachern in allen Ehren, doch ist es nicht eher so dass Grenzen immer und immer wieder ausgetestet werden? Die Aufschreie kommen doch daher dass der eine Reviewer etwas published was der Kollege dagegen nicht durchlaesst.

    Mit dieser steigenden Dosendichte bekommen wir mehr und mehr ein Problem.

    Von Groundspeak wird keine „Flaechenregelung“ kommen, die Jungs ueberm Teich haben das Problem nicht. Andere Laender haben dieses Problem vermutlich auch nicht. Deutsche sind nunmal in allem ein bisschen extremer ;-)

    Wir in Deutschland haben das Problem und _wir_ muessen etwas dagegen tun bevor saemtliche Foerster und Jaeger die Geocacher komplett aus ihrem Revier verbannen…

    Auf Selbstregulierung hoffen? Wie soll das denn funktionieren wo doch die Anzahl der Newbies staendig steigt? Ich glaube nicht dass irgendjemand mit Absicht einem Jaeger sein Wild vertreiben will. Ich glaube auch nicht dass den Leuten immer klar ist, wie lange es braucht bis eine Cacherautobahn wieder zugewachsen ist..

    Das _Nichtsdenken_ ist unser Problem. Frei nach dem Motto „die anderen machen das doch auch…“

    Deswegen sehe ich vor allem Euch deutsche Reviewer in der Pflicht den Powertrails Einhalt zu gebieten und gegebenenfalls NICHT zu publishen. Und wenn ihr Euch einig seid, dann ist das auch den Cachern zu vermitteln. Ja, nicht allen, aber der Masse.

    Selbstregulierung? Das wird hier nicht zum Erfolg fuehren.

    Viele Gruesse,
    Dickkopf

  24. 17

    Statt hier nach einer Verschärfung der Abstandsregel zu rufen, wäre es nicht vielleicht einfacher, sich komplett von selbiger zu verabschieden und damit „Power Trails“ und das Bedosen im 200m Raster ad absurdum zu führen.

  25. 16

    Wenn die Dosen wirklich ein Problem sind – was ich seit Veröffentlichung der Serie schon vermute – warum werden die erst am 1.4. archiviert und umgebaut und nicht sofort gesperrt?

  26. 15

    Es gab mal in den Guidelines mal recht deutliche Formulierungen gegen Powertrails. Das die von Groundspeak gestrichen wurden ist nicht die Schuld der Reviewer.

  27. 14

    @Paravan: Eigentlich eine gute Idee, vermutlich aber auch hier in Deutschland nicht umsetzbar. Da wäre das Geschrei der Cacher groß und mit einem Satz Fakeaccounts lässt sich das auch recht einfach umgehen. :|

  28. 13

    Es sollte einfach die Möglichkeit geben, sich selbst nach Belieben Punkte „aufladen“ zu können. Dann muss man gar nicht mehr zu Dose. Die Statistiker könnten von zu Hause aus ihre Punkte pflegen. Das schont die Umwelt doppelt, weil auch kein Benzin verbraucht wird.
    Alle anderen können in Ruhe, die schönen Multis erwandern.
    Neue Caches sollten erst veröffentlicht werden, nachdem mitdestens 3 Betatester sie gefunden und geloggt haben, dann hat der FTF-Wahn ein Ende.
    Neue Caches dürfen nur noch von PMs ausgelegt werden und dann nur eine begrenzte Anzahl (10 ?) pro Account.
    Nur so ein paar Gedanken …..

  29. 12

    @StoerteBreker: Ich denke, es wäre schon viel geholfen, wenn ihr einfach mal eine konsequente Linie fahren würdet. Es kann nicht angehen, dass ich eine Dose verlegen muss, weil sie 5 m zu nah an einer anderen ist, ihr aber gleichzeitig erlaubt, dass mal so geschwind 300 Dosen in ein kleines Stückchen vom Schwarzwald geballert werden. Erlaubt es einfach nicht. Punktum. Da braucht ihr euch auch nicht den „Mund fusselig reden“ (das machen die meisten von deinen Kollegen ja eh nicht …)

  30. 11

    Tja, die Sättigungsregel:
    Die hatten unsere Reviewer in der Schweiz mal eingeführt und auch umgesetzt (Siehe http://www.swissgeocache.ch/forum/index.php?showtopic=9062&view=findpost&p=35836)

    Aus meiner Sicht war das vernünftig. Aber dann gabs das grosse Geschrei von der anderen Seite und die Regel wurde aufgeweicht, resp. nicht mehr Konsequent angewandt.

  31. 10

    Ahoi!

    Vielen Dank für die Erkenntnis im letzten Satz. :gott:

    Leider stellt sich immer wieder die Frage, ob die Zeit jemals reif sein wird, für solche unpopulären Entscheidungen der Reviewer. :-?

    Solange die FTF-Jäger bei jeder Nachtzeit in den Wald springen, solange die T5-Kletterer auf Funktürmen und an Brücken klettern müssen und solange die Powertrails auch von jederman sehr gerne angenommen werden, um möglichst schnell den Punktezähler nach oben schnellen zu lassen, solange werden sich die Reviewer den Mund fusselig reden und die Finger wund tippen.

    Die Guidelines weisen schon seit Jahren darauf hin: „Überlege Dir, wie der Behälter und die suchenden Geocacher von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. […] benutze Deinen gesunden Menschenverstand beim Aussuchen des Verstecks und des Behälters.“

    Nur leider scheint dies niemand lesen zu wollen. Insofern ist es und bleibt es ein ausgemachtes Problem. Ich und sicherlich auch andere Reviewer haben angesichts teilweiser frecher Rückmeldung längst das Mitdenken eingestellt. :wallbash:

    So hoffen wir auf die Selbsterkenntnis – irgendwann …

    Viele Grüße aus dem Land zwischen den Meeren,

    StoerteBreker
    Volunteer Reviewer for Geocaching.com

    Hilfe, Tipps und Tricks findest Du auf den Seiten der deutschen Reviewer unter http://www.gc-reviewer.de

  32. 9

    Ich habe mir letztes WE (10.3.) auf 26 km und ca. 50 Dosen vor Ort ein Bild gemacht und muss sagen, dass die Touren grossteils sehr schön ausgelegt sind und wirklich alle Dosen nur zwischen einem und 5m neben dem Weg liegen. Es wurden keine Bäume verletzt, sondern alles entweder per Blumendraht am Ast befestigt, oder speziell auf dem Gebiet von Neuweiler die alle paar Meter vorhandenen Gebots-, Verbots- und Besitzanspruchsschilder verwendet.

    Von einer Statistikrunde würde ich bei im Schnitt 15 Dosen pro Runde und Runden zwischen 6 und 12 km Wegstrecke auch nicht sprechen, da bringt der Streifzug durch eine deutsche Großstadt mehr „Punkte“. Wer nicht als Statistiker gelten will, kann es ja machen wie ich und nur den ersten Cache jeder Runde loggen.

    Das Problem vor Ort ist, dass es wieder einmal irgendwelche Dödels gab, die bei Nacht gegen den ausdrücklichen Hinweis der Owner durch den Wald gerannt sind und dabei einigen Jägern vor die Flinte kamen. Ich habs in meinem Blog mal vorsichtig anklingen lassen…

    Ich habe einiges Geld zwischen den Runden in der lokalen Gastronomie gelassen und kam in einem Landhotel mit dem Wirt ins Gespräch, der mir von der Problematik berichtet hat.

    Wir waren uns eigentlich einig, dass zwischen der Ausschilderung einer Wanderrunde per Blechschilder und dem Anbringen von Petlingen kaum Unterschied besteht, jedoch kommt der durchschnittliche Wanderer offenbar nicht auf ganz so bescheuerte Ideen wie einige GeoCacher.

    Alle GeoCacher, die mir begegnet sind, haben sich unauffällig und ruhig verhalten und die Wege nicht verlassen. Das dürfte auch den nicht ganz so unauffälligen im Wald hin- und herfahrenden Forstkontroletties (natürlich nur in Neuweiler) kaum entgangen sein.

    Wer allerdings nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs war, kann ich nicht sagen, ich war da schon wieder die lokale „Wirtschaft“ ankurbeln :mrgreen:

    Viele Grüße

    GeoSoph

  33. ScandinavianMagicNo Gravatar
    Montag, 12. März 2012 19:18
    8

    Soviel zum Thema „geschickte Namenswahl für meine Cacheserie“… :ugly:

    Und es braucht wohl auch nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, was dabei rauskommen wird, wenn man mit Leuten aus der Jagd- und Waldbesitzer-„Szene“ darüber diskutiert, 300 Dosen in deren Wald auszulegen.

  34. 7

    Wenn ich mich recht erinnere gibt es in der Schweiz eine reviewer Regel die besagt, dass der gleiche owner innerhalb eines gewissen Radius um eine dose innerhalb von 6 Monaten keine neue dose legen darf. SInnvoll???

    Auf jeden Fall muss ich mir die Runde noch schnell mal anschauen :)

  35. 6

    FULL ACK :bravo:
    (Mehr fällt mir zu deinem Text nicht ein) :)

  36. 5

    Die Aufweichung der Sättingsregel gehört wohl zur Firmenpolitik von Groundspeak. Entsprechend dem kapitalistischem System zählt nur eine simple Formel:
    mehr Caches = mehr Cacher = mehr Gewinn

    Das es irgendwann zu mehr Caches = mehr Probleme = mehr Einschränkungen kommt, ist in Seattle noch nicht angekommen. Vielleicht ist es aber auch ein rein deutsches/europäisches Phänomen.

    Grüße

  37. 4

    Ich hoffe, daß die Tourismus-Leute wissen, was diese Serie ihnen bringt und daß eine Lösung gefunden wird, die den naturverträglichen Erhalt der Serie ermöglicht. Z.B. Caches, die ohne Suchen sofort zu finden sind und bei denen beide Füße auf dem Weg bleiben.
    Außerdem ein Nachtcacheverbot, dessen Einhaltung kontrolliert wird.

  38. 3

    Und ich sagte bereits kurz nachdem dieser Schrott veröffentlicht wurde das soetwas das Geocaching kaputt macht. :doh: :wallbash:

  39. 2

    Wie steht doch in der Bibel:

    Obtain the landowner’s and/or land manager’s permission before you hide any geocache, whether placed on private or public property. By submitting a geocache listing, you assure us that you have adequate permission to hide your cache in the selected location. If you are given permission to place a cache on private property, indicate this on the cache page for the benefit of the reviewer and those seeking the cache.

    In the case of public property, contact the agency or association that manages the land to obtain permission. Worldwide, there are many agencies and organizations that regulate geocaching on lands they manage. As the cache owner you are responsible for determining who to contact to obtain permission.

    Nunja – völlig abgesehen davon, dass diese Sorte Dosen nicht meine Zielgruppe ist (was hätte man für tolle Wandermultis aus den auch im Gemeindeblatt erwähnten historischen Waldpfaden machen können – dann hätte ich da auch mal ein verlängertes Wochenende vor Ort in Betracht gezogen) führen wohl solche Aktionen dazu, dass der Konzern in Seattle demnächst nicht mehr davon ausgehen wird, dass du die Erlaubnis des Landbesitzers hast, sondern diese vor Freischaltung in schriftlicher Form vorliegen muss. Solls ja schon bei LPs geben.

    Es scheint ja anders nicht zu funktionieren.

    So sinnvoll eine solche amtliche Erlaubnis (und seis nur zur eigenen Absicherung – nicht, dass irgendein Forstamt dann mal ne Rechnung für Renaturierung von Cacherautobahnen stellt) für Dosen ist, die erwartungsgemäß große Horden von Leuten anlocken, so schade ist das für den ganz normalen einfachen Cache, der nicht auffällt und niemandem wehtut.

    Irgendwie schade.

    Ansonsten wäre es natürlich schön, wenn man archivierte Dosen auch auf der Landkarte sehen könnte, dann könnte man vor Archivierung die Dosen noch mal rasch verschieben und den hübschen Schriftzug „Geocaching – Game Over“ bilden lassen….

    chrysophylax.

  40. 1

    Wir machen uns unser Hobby selbst kaputt. Der Dosenwahn nimmt immer krankhaftere Dimensionen an.

    Wir muessen uns selber regeln. Die Statistik muss ein Limit bekommen. Und so wie es aussieht hilft nur irgendeine neue „Regel“ – so bescheuert das klingt.

    Mein Vorschlag waere eine Art „Flächenregel“ … Aehnlich der einer Abstandsregel. Bei der Abstandsregel gelten die 161 Meter bis zur naechsten Dose, bei einer Flaechenregel wuerden pro km^2 nur eine bestimmte Anzahl Dosen erlaubt werden… 3 Dosen? 5 Dosen?

    Sobald die Anzahl der Dosen zurueckgeht, wird der Wald wieder vor diesen Massen geschuetzt die rein der Statistik wegen von Weiss-Der-Geier-Von-Wo anreisen.

    Vermutlich wuerde auch die Qualitaet wieder steigen, denn viele Dosen kann man dann nicht mehr legen, also kann man sich fuer weniger Dosen mehr Zeit nehmen?

    Meine 2ct.
    Dickkopf