186 Logs und kein Schwein interessiert es…

… dass Stages mit Schrauben an Bäumen befestigt werden. Das war mein erster Gedanke beim Anblick der mittlerweile kräftig angewachsenen Threads „eigengott archiviert „Stirb Ewig – GC1Z19Q“ und „eigengott archiviert „Stirb Ewig – GC1Z19Q“ – PROTESTACTION“ in der grünen Hölle.
Kurze Zusammenfassung für alle Nicht-Geoclub-Leser: Eigengott archiviert den Cache „Stirb ewig„, da er von einem Cacher Hinweis und Bilder bekommen hat, dass eine/mehrere Stage/s an Bäume geschraubt wurde/n. Dabei wurden diese anscheinend* von der Forstverwaltung so genehmigt. Diverse Cacher im Einzugsgebiet protestieren nun gegen diese Reviewerwillkür und disabeln ihre Caches für eine gewisse Zeit mit folgendem Hinweistext:

„Aus Solidarität, gegen Reviewerwillkür!!

Gute Caches, von denen es nicht mehr viele gibt, werden archiviert, obwohl Genehmigungen vorliegen? Und jeder Powertrail darf Bestand haben, auch wenn PETling-Halterungen in Bäume und Zäune geschraubt sind? Wie soll es weitergehen, Groundspeak?
Offizielle Beschwerden bei Groundspeak werden mit Schulterklopfen an Reviewer abgewiesen? Wofür gibt es euch?
Wir setzten ein Zeichen! Wir lassen nicht alles mit uns machen! Ihr solltet euch vielleicht lieber um die Leute kümmern, die euer Unternehmen mit dem Legen von Caches am Leben halten, und nicht euren Reviewern auf die Schultern klopfen und alles für gut befinden.
Macht mit und setzt ein Zeichen. Gute Caches wird es bald nicht mehr geben. Kaum einer hat noch Lust Zeit und Geld zu investieren wenn die Möglichkeiten so einfach sind die Caches im Archiv verschwinden zu lassen!“

Quelle: Geoclub

Ein Zeichen setzen?!? So?!? Wenn man sich die Protestschrift durchliest könnte man auf die Idee kommen, dass es keine guten Caches gibt, die nicht in irgendeiner Weise gegen die Guidelines oder Gesetze verstoßen. Sonst müsste man ja keine Angst vor einer Zwangsarchivierung haben, oder? :-?
Eines ist klar, weder Reviewer noch Owner/Cacher haben sich hier mit Ruhm bekleckert. Eine kurze Anfrage per Mail seitens des Reviewers hätte vielleicht etwas Klarheit gebracht, zumindest hätte man nachfragen müssen, ob das bei diesem Cache wirklich so der Fall ist. Auf der anderen Seite ist die im Ansatz schon fast als Hexenjagd zu bezeichnende Protestaktion nicht wirklich das, was man unter einem guten Miteinander versteht. Auch wenn sich Eigengott immer wieder auf vermeintlich negative Weise hervortut, in dem er scheinbar besonders kreative, aber nicht den Guidelines oder den lokalen Gesetzen entsprechenden Caches archiviert, man sollte von Erwachsenen Menschen auch in diesen Fällen etwas mehr Vernunft erwarten können.
Unter dem Strich kann man Geocaching nicht mehr so betreiben, wie es noch vor 5 oder 10 Jahren möglich war. Eine große Masse an Geocachern kann sich nicht mehr wie die Axt im Wald verhalten, ohne dass es negative Auswirkungen hat.
Es ist scheinbar besonders kreativ, wenn man die Stages oder Dosen an lebende Bäume schlägt. Kaum ein Cacher bemängelt diesen Umstand im Log und in manchen Gegenden ist es sogar schon so etwas wie das tägliche Brot, dass fremdes Eigentum mit Schrauben und Nägeln traktiert oder sogar gleich die ganze Filmdose in das frisch gebohrte Loch gedrückt wird. Von der Community gibt es dazu noch wegen der besonderen Kreativität Applaus… ganz großer Sport. :irre:
Angesichts des stetig wachsenden Unmuts gegenüber Geocaching, hier als Beispiel ein Auszug aus einem Artikel der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände…

Trotz der sicherlich anerkennenswerten Versuche der Veranstalter, die Beteiligten auf die Regeln des Tier- und Naturschutzes hinzuweisen, werden die Caches weiterhin in Naturschutzgebieten, abseits von Wegen oder in unzugänglichen Waldbereichen versteckt, teilweise sogar an Bäume genagelt!

Quelle: Link von Eigengott im grünen Forum

… braucht man sich nicht zu wundern wenn nicht lange gefackelt und der Cache ins Archiv geschoben wird.
Mal abgesehen davon: Eine Archivierung heißt nicht, dass der Cache für immer verschwunden ist. Der Reviewer kann ihn innerhalb von drei Monaten problemlos wieder aus dem Archiv holen. Er ist aber zumindest vorerst aus dem Verkehr gezogen und es kann in bestimmten Fällen nicht noch mehr Schaden entstehen.
Irgendwie kann ich beide Seiten verstehen, allerdings wird hier meiner Meinung nach etwas zu heftig zurückgeschossen. Groundspeak wird es einen feuchten Kehricht interessieren, ob ein paar Caches vorübergehend disabled sind oder nicht**. Jeremy wird auch nicht mit irgendwelchen „Die Beschädigung fremden Eigentums wurde aber genehmigt“-Behauptungen den Cachern auf die Schulter klopfen und Eigengott vor die Tür setzen. Es könnte vielleicht sein, dass Eigengott & Co in Zukunft nicht sofort archiviert, sondern die Problemcaches zuerst disabled und die Owner sich dazu äußern müssen. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, außer es ist Gefahr im Verzug oder der Schaden würde sich durch weitere Besucher vergrößern – beides war hier nicht der Fall.
Ich würde mir wünschen, dass mehr Cacher solche Unsitten wie Schrauben in Bäume o.ä. anprangern. Sei es direkt per Mail beim Owner, im Log oder per NM- oder NA-Log. Das würde ich als „Zeichen setzen“ bezeichnen. Wir alleine haben es in der Hand, wie sich Geocaching in Zukunft entwickelt. Auf jeden Fall sollten wir nicht gleich wegen jeder Kleinigkeit das Kratzen, Beißen und Spucken anfangen oder gar eine derart sinnfreie Protestaktion ins Leben rufen. Bei Problemen mit einem Reviewer gibt es genügend andere freiwillige Helfer, die einem mit Sicherheit helfen oder zumindest ihre Meinung dazu sagen können.
Just my 0,02 Euro

* Vermutung, da ich das selbst nicht geprüft habe.
** Die Eilmeldung über den umgekippten Sack Reis dürfte wesentlich interessanter sein

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Datum: Sonntag, 2. September 2012 0:45
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23 Kommentare

  1. 23

    […] bekommen hast. Angesichts der Problematik, der Beschädigung fremden Eigentums (siehe auch http://jr849.de/allgemein/186-logs-und-kein-schwein-interessiert-es/ und http://jr849.de/allgemein/jenseits-des-guten-geschmacks/) und das Problem der fehlenden […]

  2. 22

    […] garnicht? Boykott, Archiv oder disablen? Wer jetzt Fragezeichen sieht, dem lege ich den Artikel von JR849 ans […]

  3. 21

    @Clownfisch: Wenn du gerne immer ganz nach unten scrollen möchtest, um die neuesten Kommentare zu lesen, stell ich das gerne für dich um. ;-)

  4. 20

    @JR849: Stimmt, hab ich schon in der Schule gelernt, dass man von unten nach oben liest. ;-)

  5. 19

    Hallo!

    Ich finde Du hast den Sachverhalt gut zusammengefasst. Hatte bin vor ein paar Minuten überlegt, blogtechnisch in ein ähnliches Horn zu tuten.

    Ist nun nicht mehr nötig, verweise daher gern auf deinen Artikel.

    LG
    meinschatz71

  6. 18

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass beim Geocaching das kleinste gemeinsame geistige Niveau an gezielt wird.

    Weil viele es nicht verstehen beim Besitzer des Baumes nachzufragen, ob es ihm recht ist eine Schraube zu verwenden, dürfen nun alle keine Schraube mehr verwenden.

    Nun wurde eindeutig über das Ziel hinausgeschossen. Der Geocacher wird dem eigenverantwortlichen Denken enthoben. Wie sieht nun der nächste konsequente Schritt aus?

    „Weil viele es nicht verstehen beim Besitzer des Grundstückes nachzufragen, ob es ihm recht ist eine Cache zu legen, dürfen nun alle keinen Cache mehr legen.“

  7. 17

    Hi JR849,

    man ist der Buhmann, wenn man offen Caches (oder Cacher) kritisiert, wo genau wie du beschrieben hast Nägel oder Schrauben in lebende Bäume getrieben werden. Man stöhst auf totales Unverständnis beim Owner oder bei (Mit)cachern. Wer klar seine Meinung sagt, macht sich sehr schnell sehr unbeliebt.

    Als Final eines Mysterys hab ich ein Vogelhäuschen nicht mit Schraube oder Nagel befestigt, sondern nur mit Draht um den Baum gebunden und schwupps war es geklaut! Was lernen wir daraus!?!

    Der Artikel der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, wirkt schon etwas drollig, wenn man da liest „[…] teilweise sogar an Bäume genagelt“ und gerade vier Tage gelang durch den Steigerwald gelaufen ist. Dort sind soviele Wanderschilder an die Bäume genagelt, dass reicht für mehere 100 Caches. Was machen die Markier besser als die Cacher? Man sieht es einfach viel zu häufig, dass (offizielle) Schilder im Wald an die Bäume genagelt oder gepinnt sind.

    Nichtsdestotrotz gilt für mich: keine Nägel/Schrauben in lebende Bäume.

    Gruß
    CachingFoX

  8. 16

    @Clownfisch: Die Kommentare sind hier chronologisch geordnet, unten die Ältesten und oben die Neuesten. Man muss also von unten nach oben lesen, dann passt es. ;-)

  9. 15

    Wenn man sich die Fotos so ansieht, ist der Fall eigentlich relativ klar und eine Deaktivierung oder Archivierung angebracht. Auch wenn der Cache genehmigt ist (ich nehm mal an, da wurden bestimmt nicht alle einzelnen Stages angeschaut), ist es trotzdem der falsche Weg und findet sicher schnell Nachahmer und ist daher ein schlechtes Vorbild.

    Ich mein ich kritisier ja die Reviewer auch gern mal und durch ihr Amt müssen sie sich das auch gefallen lassen. Trotzdem wird mit dem derzeitgen Bashing eindeutig eine Grenze überschritten.

    BTW: Ist es Absicht, dass die Kommentare hier falsch rum erscheinen? Manche Kommentare beziehen sich doch auf den davor und man würde sich mit dem Lesen wesentlich einfacher tun, wenn sie in der richigen Reihenfolge erscheinen würden.

  10. 14

    OMG, heute hab ich es auch gesehen: Im Wald sind tatsächlich Wegweiser an Bäume genagelt… :wallbash: 8O

    Kommentar #9 trifft den Nagel am Besten auf den Kopf (haha), und den letzten Satz muss man leider eindeutig bejahen…

  11. 13

    @Attila_G:

    Im Moment stehen wir Cacher eh schon in einem schlechten Licht da – ist da wirklich nötig, drüber zu diskutieren, ob der Baum dran stirbt oder nicht? Ich kann meinem Hund auch den Hinterlauf abhacken, da stirbt er auch nicht dran… Ich kann auch Dein Auto zerkratzen, das fährt dann trotzdem noch.
    Immer wenn ich in die Wilhelma nach Stuttgart gehe, ärgere ich mich über die Idioten, die die Tiere füttern oder die ihre Initialen in die großen Kakteen ritzen….

    Ganz einfach: Wir werden von Förstern, Jägern und sonstigen Verbänden kritisch beäugt, also verhält man sich so rücksichtsvoll wie möglich und vermeidet unnötigen Ärger! Und dazu gehört auch, keine Nägel in Bäume zu schlagen!
    Es geht um eine grundsätzliche Einstellung! Nur weil wir uns frei im Wald bewegen dürfen haben wir nicht jedes recht der Welt! Das muss endlich mal allen klar werden!

  12. 12

    Ich habe persönlich meine liebe Mühe mit all denen, die ein riesen Geschrei wegen einem Nagel oder einer Schraube im Baum machen und nicht differenzieren, wo genau das Problem liegt.

    Zuerst mal: Ein Nagel bringt einen Baum nicht um! Übrigens auch Kupfernägel nicht (hier nachlesen: http://goo.gl/igCP8). Der Grund wieso Nägel und Schrauben zu einem Problem werden können, liegt in erster Linie beim Sägewerk. Wenn nun ein Vogelhaus, ein Schild oder sonst ein Gegenstand an einem Baum angenagelt/angeschraubt wird (und ich spreche hier nicht von Objekten, die durch Geocacher angebracht wurden, sondern ganz allgemein), dann sind das Objekte, welche auffallen und vor/bei der Baumrodung entfernt werden. Steckt aber nur ein Nagel im Baum (ohne Objekt dran), dann fällt dieser eben nicht auf und kann später zu Folgeschäden führen.

    Zum zweiten: Man muss wohl auch zwischen den Baumarten unterscheiden. Ein Baum wird entrindet, bevor er in die Säge kommt. Ein Reisnagel oder ein kleinen Nagel, welcher nicht durch die Rinde geht, wird also auch nie ein Sägeblatt sehen.

    Ich will mit dieser Aussage keinesfalls jemanden animieren Nägel und Schrauben in Bäume zu hauen!!! Es gibt sicher bessere und problemlosere Befestigungsmethoden, welche auch kein negatives Licht auf uns als Geocacher werfen. Mit ärgert es nur, wenn man immer alles einen Sack wirft und dann feste mit dem Knüppel draufhaut.

    — Attila

  13. 11

    Das war erst der Anfang und das mit Recht. http://coord.info/gc3rv24
    Es ist einfach nicht unser Eigentum!
    Wie reagiert ihr wenn bei Euch jemand in EUREM *Baum* (* = Haus, Auto egal was auch immer hier einsetzen) auf EUREM GRUNDSTÜCK – Hauptsache EUER EIGENTUM – es beschädigt?
    Wir haben im Wald zwar nur das Betretungsrecht müssen uns da aber nicht aufführen wie ….

    Meine Meinung

  14. 10

    Wie hier von einigen schon geschrieben wurde ist es ein Phänomen, dass immer wenn irgendwo Probleme auftauchen, immer erstmal gesagt wird:

    Wir? Das kann doch garnicht sein! Und wenn doch was klitzekleines dran sein sollte, dann ist das NIEMALS so schlimm wie bei DEN ANDEREN! Und außerdem achten die Geocacher doch die Natur und räumen den ganzen Müll weg!

    Blödsinn!

    Dieses „Baumnagelproblem“ ist nur eines von vielen anderen Problemen. Wenn man das Forum aufmacht, findet man gemecker hier und da. Probleme werden nicht anerkannt, sondern immer gesagt, ist doch garnicht so schlimm.

    Aus meiner Sicht steckt die „Geocachingkarre“ ganz schön im Dreck. Aber ändert jemand etwas daran? Es nützt doch nichts wenn ein paar vereinzelte sich hinstellen und sagen: so nicht. Die überwiegende Anzahl klopft sich auf die Schulter und meint nicht zu den „bösen“ zu gehören und der Rest bekommt davon garnichts mit. Prozentual würde ich es 2/78/20 (der deutschen Community) einschätzen.

    Sich über die Spielemacher aufzuregen bringt auch nichts! Warum auch? Ich bin der Meinung Groundspeak ist es doch nur recht wenn es weniger aufwendige Multi-Caches gibt. So ist mehr Platz für Tradidosen alle 161m, welche gern von Anfängern gesucht werden, die wiederum das TOLL UND GUT GEFUNDEN finden und im Bekanntenkreis weiter bekannt machen. Die dann wiederum sich eine App a 6.99€ und eine PM a 30$ gönnen und bei GS rollt der Rubel.
    Die Spielemacher interessiert es nicht, ob die 2% rebellieren (berechtigt oder nicht sei dahingestellt). Warum eben auch, wenn ich FREIWILLIG ein Spiel spiele, kann ich mich doch nicht über die Spielregeln aufregen. Gut, kann ich doch, bringt nur nichts.
    Groundspeak würde sich ERST Gedanken machen, wenn es ihnen ans Geld geht. Und bei den ständig wachsenden Mitspielerzahlen bezweifle ich, dass sich hier über kurz oder lang etwas ändert. Momentan läuft es für Grounspeak doch klasse mit der Geschäftsidee. Viele Leute verstecken Dosen und bezahlen dafür Geld. Viele andere suchen dann die von den eigenen Leuten versteckten Dosen und bezahlen dafür Geld. Und wiederum andere Leute aus den eigenen Reihen kontrollieren das Ganze FREIWILLIG und erhalten dafür KEIN Geld und haben wohl den meisten Ärger. In Seattle sitzen ein paar Angestellte, welche dann dafür bezahlt werden, die vielen Millionen Gewinn auch richtig zu verteilen. Genial.

    Also brauchen wir hier nicht auf Hilfe hoffen. Ganz im Gegenteil, denn die vielen Neurekrutierten Cacher bekommen eben nichts von den bestehenden Problemen mit, woraus sich wieder neue Probleme ergeben.

    Wir sollten aufhören uns gegenseitig zu zerfleischen, richtige Probleme erst nehmen und nicht von der Hand weisen, und vor allem auch mal vor der eigenen Tür kehren.

    Beste Grüße
    ArtThief

  15. 9

    Alter Schwede…! Manchmal muss ich mich doch schon sehr wundern!
    Zu dem Geschehen an sich will ich gar nicht viel sagen – meistens gibt es da auch eine Vorgeschichte.
    Aber mich verwundert es doch immer wieder, wie schnell Menschen (nicht nur Cacher) ein anderes schlechtes Beispiel als Entschuldigung für ihr schlechtes Verhalten finden. Hier sind es jetzt die Forstverwaltungen, die Schilder an Bäume schrauben. Leute, merkt ihr eigentlich noch was??? Schmeisst ihr morgen ne Napalmbombe in die Gegend, weil es „die Amis“ im Vietnamkrieg ja auch gemacht haben? Rast ihr morgen mit 120 Sachen durch die Ortschaft, weil die Polizei mit Blaulicht das auch schon mal gemacht hat?
    Wann ist es endlich soweit, dass sich auch Cacher (!) an positiven Vorbildern messen? Oder haben wir wirklich so viel „Bodensatz“ in der Community, weil wir ja in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind? Ist das die Art und Weise, wie ihr unser Hobby leben wollt?

    Schon als Kind war es für mich ein No-Go, Herzchen in Bäume zu ritzen und genauso wenig knall ich Schrauben in lebende Bäume! Ob der Baum daran stirbt oder nicht ist mir dabei völlig egal. Sowas nennt man Respekt vor der Natur! Oder gehört ihr auch zu denen, die Fliegen die Beine rausreissen, Katzen Dosen an den Schwanz binden oder sonstige lustige Dinge tun – schließlich sterben die Tiere daran ja nicht. :irre:

    Aber ich denke, es ist einfacher, immer die Schuld auf andere zu schieben: Die böse Forstverwaltung, die schließlich auch Nägel in Bäume haut. Die bösen Waldbesitzer, die es gefälligst zu akzeptieren haben, dass ein kleiner Powertrail mit 200 Dosen alle 168m hunderte von Cachern anzieht. Die bösen Reviewer, die die Regeln doch bitte nur bei anderen anwenden sollen.
    Mann mann mann – ist das tatsächlich der Querschnitt durch die heutige Gesellschaft?

  16. 8

    @anonimo: Sockenpuppen-Kommentare schalte ich generell nicht frei, aber den interessanten Link möchte ich dem geneigten Leser trotzdem nicht vorenthalten: http://coord.info/GC1NVRR
    Vielleicht hat Eigengott auch nur diesen Vorfall mit dem Namen in Verbindung gebracht und deshalb so rigoros gehandelt… :|

  17. 7

    @boschdler:

    zitat:“An manchen Waldkreuzungen (hier z. B. Kreuzeiche im Buocher Wald im Rems Murr Kreis) sind einige Bäume vollgepflastert mit Wegweisern und Verbotsschildern.“

    antwort:das kann ich nur bestätigen…ich war heute zwischen oberrot und murrhardt und da war an EINEM BAUM 3 wegweiser schilder MIT NÄGELN befestigt(und zwar die DICKEN :wallbash: :wallbash: :wallbash: )

  18. 6

    Also ich finden den Beitrag nicht so einseitig geschrieben wie der Beitrag von TJ in seinem Blog. Dafür Respekt. Wie immer schlagen zwei Herzen in meiner Brust, ich halte von einem Shitstorm gegen den Reviewer nichts, kann die Lage der Leute aber auch verstehen. Es würde der selbe Shitstorm entstehen wenn ein Cache von dgumg, Mystphi, JR849 oder dieHelden etc einfach so archiviert würde und zwar käme der dann, von Leuten die dies jetzt als Schwachsinn abtun. Es ist immer dann akut wenn es einen selber regional betrifft. Wichtig erscheint mir dieser Satz „Es könnte vielleicht sein, dass Eigengott & Co in Zukunft nicht sofort archiviert, sondern die Problemcaches zuerst disabled und die Owner sich dazu äußern müssen. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, außer es ist Gefahr im Verzug oder der Schaden würde sich durch weitere Besucher vergrößern – beides war hier nicht der Fall.“ Das erwarte ich als Mindestanspruch an einen Reviewer, der in diesem Fall ein Schiedsrichter ist. Ich bin der Meinung, dass dies der eigentliche Anlass für die Protestaktion war und hoffe dass aus diesem Vorfall gelernt wurde.

  19. 5

    @Chiefcontroller: Beides ist auf gc.com langsam aber sicher nicht mehr tragbar. Allerdings wird mit Sicherheit auch nach dem letzten LP-Cache noch fleißig genagelt. Scheinbar liegt die Hemmschwelle in Bezug auf Beschädigungen deutlich niedriger. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass beinahe jedes Schild im Wald auf diese Art befestigt ist und man sein eigenes Tun damit rechtfertigen kann…

  20. 4

    Ich weiß gar nicht, was es da für einen Aufriss drum gibt…

    Es ist doch wohl so:
    1. Groundspeak hat gewisse Regeln veröffentlicht, was der Cacher, der seinen Cache bei Groundspeak veröffentlicht, tun darf und was nicht.
    Insofern: Disablen aller Caches, die gegen diese Guidelines verstoßen ist völlig in Ordnung.
    Bleibt nur die Frage, warum nicht einfach ALLE Caches, die gegen die Guidelines verstoßen, disabled werden? Ich vermute dann würden zwar 50 bis 60 Prozent der Caches plötzlich fehlen, konsequent wäre es aber.

    2. Eine Cachehalterung mit einer Schraube an einem Baum zu befestigen wird dem Baum wahrscheinlich zu über 99,9% nichts ausmachen.
    Ich bin ja am Schwarzwaldrand aufgewachsen, wie hier schon beschrieben, dübeln der Wanderverein, die Forstverwaltung, die Gemeinden etc. fröhlich jeden zweiten Baum an einer Kreuzung, oftmals mit mehreren Schildern (geschraubt) zu, die Bäume leben unbeeindruckt weiter. Komisch. Vielleicht sind es Wunderschrauben, die sich im Baum dann auflösen oder so?

    3. Punkt 1 und Punkt 2 haben einfach nichts miteinander zu tun.
    Wenn Groundspeak entscheidet, dass Lock&Lock-Dosen als Cachebehälter verboten sind oder das ein Foto mit einem Handstand des Finders vor dem Cachebhälter einzig gültige Logvoraussetzung ist, dann ist das eben so und man kann sich darüber aufrgen, kann versuchen es zu ändern oder Groundspeak den Rücken kehren, fertig.

  21. 3

    Um mal ein ganz kleines bisschen zu provozieren: Fremdes Eigentum zu beschädigen ist blöd, aber in fremdes Eigentum widerrechtlich einzudringen ist OK?

  22. 2

    Dann sollte man auch bei der Forstverwaltung und bei anderen Stellen vorstellig werden und alle angeschraubten Wegweiser im Wald anprangern. An manchen Waldkreuzungen (hier z. B. Kreuzeiche im Buocher Wald im Rems Murr Kreis) sind einige Bäume vollgepflastert mit Wegweisern und Verbotsschildern. Wer archviert die? :irre:

  23. 1

    Wir alle finden immer wieder Caches, bei denen in Bäume genagelt oder geschraubt wurde und wir alle loggen nicht NA und die wenigsten sprechen den Owner darauf an. Dabei gibt es sicher viele Geocacher die erkannt haben, dass solche Caches dazu beitragen, dass unser Hobby immer mehr in Verruf gerät.

    Dass wir das nicht tun, könnte damit zusammenhängen, dass die Spielleitung uns nicht sagt, was ein Problemcache ist und wie wir damit umgehen sollen. G$ sagt, dieser Cache http://blog.geocaching.com/2012/07/beach-babe-gcv53z-geocache-of-the-week-july-30-2012/ ist vorbildlich und Eigengott sagt sowas geht gar nicht! Ja was denn nun?

    Die ganze Geschichte hätte aber auch anders ablaufen können. Stellen wir uns mal vor, jemand hätte bei einem Cache mit vielen FPs einen NA geloggt, der Owner hätte sich entrüstet in der grünen Hölle zu Wort gemeldet und ein anderer Reviewer (nicht Eigengott) hätte darüber entscheiden müssen. Wieviele Reviewer hätte den Cache wohl archiviert? Ich schätze höchstens die Hälfte der deutschen Reviewer hätte sich das getraut. Hätte der Reviewer entschieden, dass die Schrauben im Baum in Ordnung sind, wäre der shitstorm der regelmäßig über NA-Logger hereinbricht von der Spielleitung auch noch gedeckt worden. Und die Chance/Gefahr, dass es so läuft, ist wie beim Würfeln 50/50.

    G$ und die reviewer eiern seit Jahren nur rum und drücken sich um ihre Verantwortung, sie wollen keine Cachepolizisten, sie promoten immer wieder offensichtlich guidelinewidrige Caches als besonders toll, die Reviewer drücken hier mal ein Auge zu, dort mal beide, manche Reviewer haben ein Steckenpferd und schauen bei manchen Ownern oder manchen Caches besonders genau hin, manche Owner dürfen alles und andere Owner werden mit Spitzfindigkeiten genervt.

    Was bringt es denn, dass dieser Cache von Eigengott archiviert wurde? Ändert sich dadurch irgendwas? Vermutlich wurden seit der Archivierung dutzende neue Nägel und Schrauben in Bäume gejagt! Warum sagen die Reviewer nicht, bitte meldet uns alle Geocaches mit Nägeln, Schrauben oder Löchern in Bäumen, wir werden diese dann archivieren? Das würde das Problem innerhalb weniger Wochen beseitigen. Das will man aber offensichtlich nicht. Und so bleibt es weiterhin reine Willkür, was gepublished wird, was archiviert wird und was eben nicht.

    In der „Community“ gibt es nun offensichtlich mindestens 2 Lager. Die einen sagen „gebt uns klare Regeln, die für alle Caches und alle Owner verbindlich sind“ und die anderen sagen „bloß nicht, denn wenn wir anfangen alles was derzeit irgendwo in den guidelines steht, konsequent umzusetzen, dann bleibt nicht mehr viel übrig!“ Und jedesmal, wenn dieses Problem hochkocht, bilden sich diese Lager neu(je nach der jeweiligen Problematik und individueller Interessenlage) und man wirft sich gegenseitig kindisches Verhalten und mangelnde soziale Kompetenz vor.

    Aus meiner Sicht gibt es 3 Möglichkeiten:

    1. G$ und die Reviewer beziehen irgendwann klar Stellung und riskieren, dass sie Baum-Nagler, LP-Freunde, Nachtcacher, Powertrailer… als zahlende Kunden verlieren. Was vermutlich nicht passieren wird.

    2. Die deutsche Community schafft es irgendwann sich zu organisieren und legt selbst fest, was (noch) geht und was nicht (mehr). Auch das ist derzeit völlig illusorisch.

    3. Wir machen weiter wie bisher, eiern rum, schimpfen mal über Reviewer, mal über Cachepolizisten, mal über Baumnagler, mal über Powertrailer, mal über Flachcaches, mal über LPs, mal über Förster und Jäger, mal über Geocachingvereine, mal über die Presse, mal über Megaevents, mal über Kommerzialisierung… und müsse es letztendlich dann eben so hinnehmen, wie es kommt. Und vermutlich wird genau das passieren!