Wer im Logbuch steht, darf loggen…

Ärger beim Geocaching

… doch was, wenn man mit einem anderen Namen geloggt hat? Was, wenn man sich mit einem Teamnamen, der als Account nicht existiert, in den Logbüchern verewigt hat und am Ende der Tour mit einem ganz anderen Account online loggt?

Vielen Ownern dürfte es egal sein, man hat schließlich Platz im Logbuch gespart. Manch einem könnte vielleicht der 14-Account-hohe Massenauflauf (kaum da, schon wieder gelöscht – man möge sich einfach einen Log mit 13 aufgezählten Accountnamen denken und den Logger hinzuzählen oder den Cache auf die Watchlist nehmen) an seinem Cache sauer aufstoßen, denn mit unauffällig hat das nicht mehr wirklich viel zu tun – schon gar nicht bei T5ern… aber wen interessiert das heute noch.
Die Guidelines sind in diesem Fall auch irgendwie seltsam formuliert oder ich verstehe es falsch:

A geocacher can log a physical cache online as “found” if they have signed the logbook.

Quelle: Help-Center
A geocacher (Singular)… they (Plural)?!?

Es gibt allerdings auch Owner, denen platzt bei so etwas der Kragen und die schieben ihre „geschändeten“ Caches direkt ins Archiv:

Schön wars,
wir haben durch diesen Trail viele gute Leute kennen gelernt. Danke für die Schleifchen und Euren besuch.
Für die Archivierung bedankt euch beim SGA Team ! Die T5 Gemeinde ist euch bestimmt ewig dankbar !

Quelle: Archive-Log

Völlig übertriebene Trotzreaktion, geeignetes Mittel gegen den unliebsamen Massenauflauf oder zumindest Denkanstoß? Eines ist auf jeden Fall sicher, bei Problemen zwischen Cachern und Ownern…

Fakt ist, dass ein Team namens SGA (Stuttgart goes Aalen) am Wochenende diesen und weitere Caches geloggt hat.
Als Logeintrag wurde dann, um ihm die Arbeit zu vereinfachen und nicht zu zwingen gleich ein neues Logbuch bringen zu müssen, nur mit SGA und Datum geloggt.
Woher ich das weiß? Ich war dabei!
Komisch das nun alle unsere Logs löschen, und ebenso die Kommunikation mit uns verweigern.
Update: Nach erneutem löschen werden wir wohl doch mal an die Reviewer gehen müssen. Schade.

Quelle: Log

… wendet man sich nicht an den Reviewer, der hier sowas von überhaupt nicht helfen kann, sondern via Kontaktformular direkt an Groundspeak und wählt die 16 – Geocacher disagreement. #ProTipp
Vermutlich darf man nach dem Machtwort aus Seattle dann tatsächlich auch loggen, wenn man faktisch nicht, bzw. nicht mit dem richtigen Namen im Logbuch steht. Ob die Archivierung den Massenauflauf künftig verhindert glaube ich nicht. Aber Nach-mir-die-Sintflut ist beim Geocaching ja nichts Neues, außer dass es dann halt Nach-uns-die-Sintflut heißt. :ugly:

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Datum: Donnerstag, 22. Februar 2018 8:11
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19 Kommentare

  1. 19

    Wie rührend dagegen:

  2. 18

    @JR849
    Richtig, aber einer der Owner ist ja der Meinung das geht nicht, hab ihn zwar aufgeklärt, aber das hat für noch mehr Unverständnis auf seiner Seite gesorgt.

  3. 17

    @BlackyWi: Fragt sich, warum man als BM dann PM-Only-Caches loggen kann wenn man sie ja eigentlich nicht machen darf… 🤔

  4. 16

    Ich bin inzwischen auch überzeugter BM, interessant wird es wenn dir der Besuch eines PMO Caches von vornherein verboten wird, mit Zustimmung vom HQ.
    Hatte ich grade aktuell, eine NC-LB mit Anmeldefunktion, mir wurde die Anmeldung verweigert weil ich kein PM bin und so nen Pförtner vom HQ hat das abgesegnet, O-Ton:
    „Es gibt Caches, die nur für Premium-Mitglieder sind, daher kann der CO entscheiden, ob er die Anmeldung akzeptiert oder nicht.“
    Wiederspricht sich für mich in den Guidelines, dort steht ja nur das Pms die only sehen, nichts von only machen.

  5. 15

    […] Wer im Logbuch steht, darf loggen – das ist bekannt und wird gerne auch als Argumentation verwendet, wenn „böse Owner“ Onlinelogs mit welcher Begründung auch immer löschen. Darf man im Umkehrschluss dann nicht online loggen, wenn man nicht im Logbuch steht? Ach was, zumindest wenn es nach dem Gros der Geocacher geht, denn das machen zwischenzeitlich ja viele gefühlt alle. Hier eine kleine Auswahl von Begründungen, die dann so oder so ähnlich statt eines DNFs zum Besten gegeben werden: […]

  6. 14

    […] Punkte wichtig sind und noch weit mehr, die ihre Statistik frisieren um damit besser dazustehen. Wer im Logbuch steht, darf online loggen und laut Groundspeak ist das auch bei (virtuellen) Teams auch nicht ungewöhnlich. Und eben dieser […]

  7. 13

    Manch einem Owner im Raum Aalen ist dieses Cacheverhalten anscheinend sauer aufgestoßen: „Supercacher“, Gelöschte logs und der versuch einer Analyse

  8. 12

    […] unusual – Nicht ungewöhnlich, das war das Machtwort aus Seattle zum Thema „Wer im Logbuch steht, darf loggen“ – auch wenn ein Teamname statt des eigentlichen Namens verwendet wird. Zumindest hat ein […]

  9. Ein betroffener OwnerNo Gravatar
    Samstag, 24. Februar 2018 23:43
    11

    Das „Headquarter“ (Groundspeak) meint dazu: „It is not unusual that cachers log a cache as a team in the physical logbook and then log individually online, stating that they were part of a team. It is expected though that each member of the team was at each cache they log.“

    Auf doitsch: Teamlogs sind erlaubt, aber alle Teammitglieder müssen an jedem geloggten Cache gewesen sein. Das ist soweit nichts neues und nachvollziehbar.

    Knackpunkt ist im geschilderten Fall auch eher die Tatsache, dass über 160 Caches angeblich vom besagten Team, bzw. ALLEN Teammitgliedern besucht wurden. Darunter ca. 15 T5er, etwa ein Dutzend Multis mit je 4-5km (bei Schnee) in anspruchsvollem Gelände (ohne Spuren zu hinterlassen), der 22km lange Powertrail mit etwa 80 Caches (inkl. „Beifang“) UND dazu noch etwa 50 weitere Caches in einem Umkreis von 10km.

    Das ist für einen Tag dann doch etwas viel und ZU auffällig.

  10. 10

    singular they – was es nicht alles gibt :irre:

    Danke für die Aufklärung – mal wieder was gelernt 🙂

  11. 9

    […] dank Geocacher-Invasion archiviert Wer im Logbuch steht darf […]

  12. 8

    Die Frage ist eigentlich: Welches Logbuch ist gemeint? Das „offizielle“ vom Owner oder irgendwelche selbst reingelegten Zettel. Dürfte ich im letzteren Fall den Log einfach löschen, da nicht im „offiziellen“ Logbuch gefunden?

  13. 7

    „if they have signed the logbook.“ Das ist ein „singular they“. Es wird im amerikanischen gerne verwendet, um geschlechtsneutral zu bleiben. In dem Fall ersetzt es das typische „he/she“. https://en.wikipedia.org/wiki/Singular_they

  14. 6

    An anderer Stelle gibt es den Satz auch ohne das Singular-/Pluralproblem:
    Caches can be logged online as „Found“ after the geocacher has visited the coordinates and signed the logbook.

    Es scheint also offiziell so zu sein, dass „der Geocacher“ das Logbuch signiert.

  15. 5

    Noch eine Meinung zum Thema: T5-Trail dank Geocacher-Invasion archiviert

  16. 4

    Wenn der Gruppe das loggen vor Ort mit den einzelnen Acoounts zu mühsam und aufwendig war, warum sind sie dann nicht gleich zu Hause geblieben? Sie hätten doch auch einfach nur online loggen können, das ist doch mittlerweile fast schon gang und gäbe 😆 . Außerdem kontrollieren die allermeisten T5-Owner eh ihre Logbücher nicht (viel zu aufwendig und bringt keine Punkte).
    Geocaching goes Indoor: Couchpotato-Caches und Events! :ugly:

  17. 3

    Also ich finde das halb so wild und kann die Aufruhr auch nicht ganz nachvollziehen. Wirs dind auch oft im größeren Team unterwegs und loggen natürlich mit einem Teamname, wie das hier wohl mit SGA auch getan wurde… dass dann Owner die Logs löschen und sogar aus Trotz Dosen archivieren?! ist m.E. ihr persönliches Problem, Groundspeak verbietet nicht mit Teamnamen zu loggen!

  18. 2

    Wenn 16 Geocacher (wie die Heuschrecken) losziehen so tun sie es meistens nicht gemeinsam. Da wird sich verteilt in Zweier oder Dreiergruppen – nur so entstehen die hohen Fundzahlen für den Tag. Hier im Münsterland hat es eine Gruppe Heuschrecken auf über 100 Caches gebracht. Wenige Tradis, einige Mysteries, viele Mutis und auf über 10 Klettercaches. Einer der Klettercaches (Hopp, hopp hoch die Fott) dauert so um die 4 Stunden wenn man gut durchzieht und alles flott von der Hand geht 😉 Der Betrug am Owner und an sich selbst ist hier ganz offensichtlich.

    Und alles für den Gummipunkt! Glückwunsch ihr Helden :winken: :wallbash: :ugly:

  19. ...noch ein GeoblogNo Gravatar
    Donnerstag, 22. Februar 2018 8:48
    1

    Es ist immer wieder interessant, dass gerade in der T5-Fraktion die „True Cacher“ so eine starke Untergruppe bilden, keine Wunder, dass die bei Bi****atrails, die die heilige T5 schänden oder eben Teamlogs auf die Palme gebracht werden prusiken.
    Echte T5-Cacher machen um solche Pornotrails sowieso einen Bogen, weil dort Anspruch Statistik sticht.