Die Polizei appelliert

Die Polizei in Glückstadt ließ den Munitionsräumdienst anrücken, um einen Geocach* in Form eines Maulwurfschrecks fachgerecht aus den Boden zu ziehen. Diesen Fehlalarm hat sich die Polizei zu Herzen genommen und appelliert per Zeitungsartikel an die Geocacher:

Den „Fehlalarm“ nimmt die Polizei jetzt zum Anlass, um an Teilnehmer solcher modernen Schnitzeljagden zu appellieren, ihre Aktionen nicht in besiedelten oder unübersichtlichen Gebieten zu veranstalten.

Quelle: shz.de

Hmmm, nachdem Geocaching schon im Wald auf immer mehr Gegenwind stößt, will man die modernen Schatzsucher nicht einmal mehr in der Stadt haben? Langsam aber sicher wird es eng auf der Landkarte.
Nun wird versucht, das Unternehmen, auch bekannt als Koordinatendealer oder neudeutsch geocaching.com, zum Aderlass zu bewegen. Schließlich muss ja irgendjemand für die entstandenen Kosten aufkommen:

Ob jetzt der Steuerzahler für die Kosten des Einsatzes für den aus Kiel aufgeforderten Munitionsräumdienst aufkommen muss – oder ob das Unternehmen, das Koordinaten für Geocaching anbietet, steht nicht fest. „Eine Straftat ist es nicht“, so Baudzus. „Man wird aber sicherlich versuchen, die Firma regresspflichtig zu machen.“

Quelle: shz.de

Na da wünsch ich den Glückstädter Rechtsvertretern mal viel Glück…  :lachtot:
Geocachern aus der Gegend empfehle ich eine Geocacher-Warnweste! Damit sieht man auf Anhieb richtig harmlos dämlich aus, ist der aktuellen Gebüsch-Attentäter- und Drogendealer-Mode von heute einen Schritt voraus und man muss nicht mehr auffällig herumspuken! Smilie by GreenSmilies.com

*Frei nach shz.de

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Datum: Mittwoch, 28. Dezember 2011 21:03
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8 Kommentare

  1. 8

    Hallo zusammen,

    „Allerdings entdeckten die Beamten dort eine etwa 40 Zentimeter lange Kartusche, die einer Granate täuschend ähnlich aussah.“

    Naja bei einem 40cm großem Gegenstand sollte doch ein Plätzchen für einen GC-Sticker zu finden sein. Ich kann die Polizisten durchaus verstehen, soviel Bekloppte wie heutzutage im öffentlichen Raum unterwegs sind, müssen die auch alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.
    Auf große Dosen gehört einfach ein Aufkleber oder ähnliches. Solange es immernoch Cacher gibt die versuchen IN Bahnhöfen oder vergleichbaren Orten Dosen zu platzieren :wallbash: , werden wir unser mitterweile schon schlechtes Image nicht mehr los. Und dort habe ich dann auch Verständnis für Regressforderungen seitens der Behörden.
    Die Polizei kann auch nicht während jedem Einsatz ALLE Portale durchschauen die es mittlerweile gibt. Wäre ja zu schön wenn wir die einzigstenn Bekloppten auf der Welt wären :irre:
    Grüßle

  2. 7

    Maulwurfschreck = Bombe? :-?

    Da kann man ja froh sein, dass das kein Large war, da wäre dann sicherlich die gesamte Region evakuiert worden.

    Was ist denn dann mit den teilweise recht beliebten Vermessungspunkten mit Bodenhülse, die bieten sicher auch entsprechendes Potential, oder die kleinen grauen Verteilerkisten?

    Ich kenne hier in der Nähe einige belebte Ecken, da werden solche Gegenstände sowohl zum Geocachen, als auch zum ursprünglichen Zweck eingesetzt.

    Da könnte man doch gleich mal die eine oder andere Innenstadt vollständig lahmlegen.

    Nichtsdestotrotz muss man sich als Owner immer überlegen, wie sein Versteck nach außen hin wahrgenommen werden kann und ob man bereit ist, daraus resultierende Konsequenzen zu tragen. Von außen sichtbare Kontaktinformationen können sicherlich die eine oder andere Situation im Vorfeld entschärfen.

  3. 6

    @PileGr
    Stimmt, die Polizei verdient Respekt und Anerkennung weil sie auf „echte“ Verbrecherjagd geht. Wenn Sie die ganze Zeit vor dem PC sitzen und sämtliche Finals überprüfen würden, hätte Sie eben keine Zeit mehr dazu. Bundesweit alle Finalkoordinaten ständig überprüfen – stell dir doch bitte selbst mal vor was ein Aufwand das ist. Zeitlich und personell. Die haben einfach besseres zu tun als sich mit solchem „Kinderkram“ abzugeben.

    MfG Jagdtiger

  4. 5

    Ich hab da mal ne ganz andere unlogische Idee: wenn die Polizei schon eine Seite wie Geocaching.com kennt, wieso schauen, die nicht dort nach, bevor man das Fundgebiets des Caches als militärisches Sperrgebiet erklärt und den Kriegszustand ausruft?
    Bzw. könnten sie ja nett anfragen, ob sie nen Reviewer-Account bekommen, mit dem man dann sämtliche Stationen und yfinals von Multis und Mysteries auch nachschauen könnte.
    Aber das ist bestimmt zu einfach und kostet weniger.
    Eigentlich bin ich ein großer Fan der Polizei, denn die Jungs haben Respekt verdient, hier zeigen aber einige dieser Berufsgruppe, das sie leider doch kleine Geister sind.
    Schade eigentlich, da die Lösung so einfach wäre.

  5. 4

    jo danke chris… dasselbe habe ich mir auch gedacht… also die sache mit dem Fu…ball :). und wenn man dazu jetzt noch irgendwelche „facebookpartys“, anti-castortransport-demos, npd-aufmärsche oder sonstige sinnfreie aktionen nimmt, für dessen kosten der steuerzahler aufkommen muss, dann ist der appell (bzw. mögliche regressforderungen)der polizei ja geradezu lächerlich… sorry liebe polizei, aber die angst vor terroranschlägen mit maulwurfschrecks ist doch seeeeehhhhhr weit hergeholt! O_o :irre:

  6. 3

    Ja neeeh, is‘ klar: Die Jungs zupfen unnötigerweise ein Röhrchen aus der Erde und wollen dann von jemand anderem Geld sehen :irre: ? Ich kenne Sportarten, dort zahlt der Steuerzahler schon seit Jahr und Tag die Polizeieinsätze (fängt mit „Fu“ an und hört mit „ball“ auf :) ), und dort reden wir nicht über 2.000 Ocken sondern über rund 100 Millionen pro Saison :wallbash: !

    Also bitte …

  7. 2

    Ich frag mich, wie man einen Maulwurfschreck als Bombe ansehen kann. :doh:

  8. 1

    Naja… ich kann die Reaktion der Polizei/ der Gemeinde durchaus nachvollziehen und ich bin absolut dafür! dass man Ownern, die äußerst zweifelhafte Dosen auslegen (z.B vor einem halben Jahr das Atommüll-Fass im Rheingau) auch tüchtig auf die Finger klopft.
    2.000 EUR Einsatzkosten für Polizei, Feuerwehr, THW und Kampfmittelräumdienst sind natürlich ein Witz ggü. 12,3 Mio. für 5 illegale Downloads. Aber es wird sich schon herum sprechen und seine Wirkung nicht verfehlen.
    Interessant wäre im zweiten Schritt, inwieweit der Owner die Suchenden in Regress nehmen kann, wenn diese entgegen dem Listing nachts herum stromern, mit Taschenlampen wild um sich leuchten und so erst den Cache polizeibekannt machen?