„Unbedoster LP, Lust auf einen kleinen Urlaub?“, mit diesem Satz fing alles an. Durch einen Tip von mgo zum Artikel Jäger der verlorenen Pisten und dem Anblick der Bilder war klar, dass wir nicht widerstehen können. Eine verlassene Seilbahnstation auf fast 3500m verlangt etwas Planung im Voraus, passende Ausrüstung und vor allem gutes Wetter, schließlich will man ja auch die Aussicht genießen. …weiterlesen
Wie alles begann Ein Anruf von den 4 Schwoba mit dem Tip zur Location war ausschlaggebend für diesen Cache. Mitte Juli hatten wir davon erfahren aber erst im August waren wir das erste Mal vor Ort. Es sollte nicht der letzte Besuch gewesen sein. Die Location war mir schon vom Cache Weibercache – … oder LOSTPLACE Blockhütte bekannt, allerdings war damals der Lagerverkauf noch in Betrieb.
Entdeckung
Montags halb 10 in Deutschland. Durch einen Termin in der Autowerkstatt wurde die Hunderunde etwas verlegt, mit dem Ergebnis dass Bossley noch etwas warten durfte. Eine alte Sporthalle und ein ungepflegter Parkplatz musste erkundet werden.
Die Location Auf den ersten Blick erkennbar, die Halle wurde ursprünglich nicht als Sporthalle gebaut. Über die frühere Nutzung konnte nichts herausgefunden werden. Irgendwann wurde die Halle zur Sporthalle umfunktioniert und vom nahen Albertus-Magnus-Gymnasium genutzt. Im Jahr 1997 wurde mit dem Bau der neuen Sporthalle nahe der S-Bahnhaltestelle Sommerrain begonnen. In einem Artikel in der Stuttgarter Zeitung wurde die Umnutzung der Halle besprochen, aufgrund ungeeigneter Vorschläge wurde die Entscheidung aber weiter hinausgeschoben.
Zur ehemaligen Turnhalle des Albertus-Magnus-Gymnasiums in der Ziegelbrennerstraße gibt es neue Überlegungen der Diözese Rottenburg. Studenten haben sich Gedanken darüber gemacht, wie dieses Gebäude für Künstler genutzt werden kann. Ateliers könnten eine Bereicherung fürs Gebiet sein. Kombinierte Wohnnutzungen hält Stadtplaner Heinz Sonntag für problematisch. Das gebe Konflikte mit Gewerbebetrieben.
Im Jahr 2001 gab es noch eine Diplomausstellung von Architekten, dann wurde es still.
Der erste Eindruck
Der einladende Eingang war schnell gefunden und die ersten Bilder zur späteren Betrachtung gemacht. Die Location ist zwar klein und es gibt nur wenig anzuschauen, ein kleines Projekt zwischendurch schadet nicht und mit einem Cache in einer Turnhalle kann nicht jeder aufwarten.
Vom Gedanken bis zur Dose Keine drei Wochen später war stand der Termin zum Fotoshooting und gemeinsamer Besichtigung an. Die Stages wurden notiert, aber noch nicht festgeklopft. Der Final stand schon fest, die maximalen Dosenmaße wurde in Autoschlüsselgröße festgehalten.
Wenn man schon einen Cache in einer Turnhalle versteckt, sollte der sportliche Gedanke nicht fehlen, ein T5er musste her. Aufgrund der Hallenhöhe steht man mit der Stabru auf verlorenem Posten, wäre ja auch zu einfach gewesen. Ein verregneter Samstag war die beste Gelegenheit um sich mit der Kletterausrüstung im Trockenen zu Vergnügen und die beiden Caches auszulegen. Nachdem die Dose vom Baumarkt im Gepäck war, wurde die Location mit geballter Technik erschlagen. Die Kletteraktion zu Dekozwecken, das Anbringen des Logbuchs für den Bonuscache und das „Verstecken“ des TBs im Garminstyle (schon aktiviert) für den FTF nahm die meiste Zeit in Anspruch, hat aber auch mächtig Spaß gemacht. Die geplanten Stages waren im Vergleich dazu schnell angebracht und die „professionell ausgemessene“ Finaldose passte wie angegossen in ihr Versteck im Boden. Die erste Stage als letztes befestigt und fertig war der Sporthallenspaß.
Eigentlich war kein Making Of geplant, aufgrund der Kletteraktion wurde das Ganze doch für die Nachwelt in Bild und Ton festgehalten. Das Passwort bitte nicht an Cacher weitergeben, die den Cache noch nicht gemacht haben.
Nachtrag:
Die verwendete Turnhallenordnung (Im Text war der nächste Hinweis versteckt)
Turnhallenordnung
der Stadt Stuttgart
für Sporthalle des Albertus-Magnus-Gymnasiums
Stuttgart, 15.12.1996
Die Stadt Stuttgart stellt die Übergangsturnhalle dem Albertus-Magnus-Gymnasium, Sportvereinen, Jugendorganisationen sowie anderen Sportgemeinschaften für die Durchführung ihres
sportlichen Lehr- und Übungsbetriebes, Punkt- und Pokalspielen, Ausrichtung von Turnieren
und zur Ausübung von GC zur Verfügung. Die Halle ist mit öffentlichen Mitteln erbaut worden. Daraus sollte für jeden Benutzer die Verpflichtung erwachsen, die Halle mit allen ihren Einrichtungen pfleglich und schonend zu behandeln. Um dies sicherzustellen, wird die nachstehende Turnhallenordnung erlassen, die für alle Benutzer verbindlich ist.
I. Allgemeine Bestimmungen
1.
Die Hallen dürfen nur zu den von der Stadt Stuttgart genehmigten Tagen und Zeiten benutzt werden. Ausnahmen gelten für GC-Mitglieder, diese haben uneingeschränkten Zutritt zur Halle und den angeschlossenen Räumen.
2.
Fahrzeuge jeglicher Art dürfen nur auf dem dafür vorgesehenen Platz abgestellt werden. Die Stadt übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die an den Fahrzeugen entstehen können.
3.
Die Stadt haftet nicht für Schäden, die den Vereinen, GC-Mitgliedern, sonstigen Benutzern oder Besuchern aus der Benutzung der Halle erwachsen. Eine Haftung für verlorene Gegenstände (Wertsachen, Fotoapparate, elektronische Geräte) ist ausgeschlossen.
4.
Die Benutzer haften für alle Schäden an den Geräten, die nicht auf Abnutzung oder Materialfehler zurückzuführen sind; sie haften auch für alle verschuldeten Beschädigungen der Halle, der Nebenräume sowie ihrer Einrichtungen. Schäden egal welcher Art müssen unverzüglich den GC-Verantwortlichen mitgeteilt werden!!!
II. Betrieb
1.
Die Hallen dürfen nur über die Umkleideräume in Turnkleidung und nur mit Turnschuhen, deren Sohlen keine farbigen Spuren auf dem Hallenboden hinterlassen und die schon im Freien getragen sind, betreten werden. Verunreinigungen sind unverzüglich mit der vorhandenen Putzmaschine zu entfernen.
2.
In den Hallen sowie in den Umkleide-, Wasch- und Toilettenräumen darf nicht geraucht werden.
3.
Tiere dürfen in die Hallen und ihre Nebenräume nicht mitgebracht werden. Blinden- und GC-Hunde sind von dieser Regel nicht betroffen. Matten und Geräte dürfen nicht im Freien benutzt werden.
4.
Geräte und Einrichtungen der Hallen dürfen nur ihrer Bestimmung entsprechend sachgemäß und pfleglich verwendet werden.
5.
Kreide, Magnesia und ähnliche Stoffe sind vor den bekannten Schnupfnasen zu schützen.
6.
Sämtliches Lärmen und Toben ist zu vermeiden, ebenso Spiele, die große Staubentwicklung nach sich ziehen oder Beschädigungen an den Hallen und ihren Einrichtungsgegenständen verursachen können.
III. Umkleide-, Wasch- und Duschräume und Toiletten
1.
Zum Umkleiden sind nur die dafür vorgesehenen Räume zu benutzen.
2.
Innerhalb der Umkleideräume ist Ordnung zu halten.
Für die mitgebrachten, in den Umkleideräumen abgelegten Sachen sind die Eigentümer selbst verantwortlich.
3.
Die Wasch- und Duschräume stehen den Benutzern zur Verfügung. Die Einrichtungen sind pfleglich zu behandeln, fallengelassene Seifen sind in Anbetracht der Unfallgefahr ohne Rücksicht unverzüglich aufzuheben!
4.
Die Toiletten sind sauber zu halten. Bei mutwilliger Beschmutzung werden die Reinigungskosten dem Verursacher auferlegt.
IV. Aufsicht und Wartung
1.
Die Aufsicht über die städtischen Turnhallen obliegt den von der Stadt Stuttgart eingesetzten Schulhausmeistern, Hallenwarten und GC-Ownern.
2.
Der Treppenaufgang und der Bereich unter der Treppe ist von Gegenständen freizuhalten um uneingeschränkten Zugang zu gewähren, die Sturzgefahr zu vermindern und die Ablesung für GC-Mitglieder zu ermöglichen!!!
3.
Die Benutzer haben die Anweisungen der Aufsichtsberechtigten oder den GC-Verantwortlichen zu befolgen.
4.
Den Beauftragten der Stadtverwaltung, besonders den Aufsichtsberechtigten und GC-Ownern, kann der Zutritt zu den Hallen und den Nebenräumen zu keinem Zeitpunkt verwehrt werden.
5.
Beschwerden sind schriftlich an die dafür zuständigen GC-Owner einzureichen.
Wie alles begann
Durch einen kleinen Tip wurden wir auf diesen netten Lost-Place aufmerksam. Mitte Januar stand der erste Besichtigungstermin an und die Location zog uns recht schnell in den Bann. Lange Flure, verwinkelte Gebäude, unzählige Räume, Personenaufzug, Lastenaufzug, Keller, Heizungsanlage und diverse Unterlagen ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Ganz klar, ein solches Gebäude konnten wir nicht ohne Cache stehen lassen. Mit vielen Eindrücken und Bildern war erst einmal Recherche angesagt. …weiterlesen
Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zu lassen, deshalb erkennen wir so wenig.
AndiW und ich haben uns heute ein weiteres Häuschen angesehen und mit einer Dose gewürdigt. Die Cachebeschreibung enthält alle nötigen Infos. Auf keinen Fall sollte dieses Haus, wie auch alle anderen der Serie, bei Nacht besucht werden!
Es ist geschafft. Die Reise durch industrielle Relikte in fünf Teilen – eine Zusammenarbeit mit ScandinavianMagic – ist ausgelegt. Heute mittag den Haken gesetzt und zum reviewen freigegeben, keine Stunde später waren alle fünf Caches veröffentlicht (da war ich selber überrascht!).
Falls jemand einen Cachepartner aus der Region sucht, im Schwabenforum gibt es einen Thread dazu. Das Passwort für den Artikel Ein Tag in der Fabrik – The Making Of bekommen diejenigen, die alle fünf Caches gefunden haben. Neben ein paar Hintergrundinfos gibt es dort auch noch die Geschichte von der ersten Begehung bis zum Cache inklusive ein paar Bildern.
Wir wünschen allen viel Spaß beim erkunden dieses Lost-Places!
Alle Caches für einen erfüllten Tag in der Fabrik:
Wanderrunde mit insgesamt fünf, teilweise recht anspruchsvollen Caches.
Schnauze voll von dem gemeinen Mikro an der Leitplanke, den Drive-In-Speckröllchen, von irgendwelchen ewiglangen Multis mit nur einer Dose, übelstlangen WasAuchImmer-Zählereien, superspannenden Mysteries, dem Nano im Wohngebiet, …weiterlesen
Thema: Eigene Caches| Kommentare deaktiviert für Hinter dem Sumpf |
Autor: JR