What the f… f… final?

Ich mag Multis eigentlich ganz gerne, würde ich zumindest behaupten.
Man hat nicht nur die Aufgabe eine Dose zu finden, sondern muss bei den einzelnen Stationen irgendetwas tun. Manchmal ist das kreativ, lustig und kurzweilig, manchmal stumpfsinnig, zermürbend und zäh wie Kaugummi. Am Ende gibt es meist eine Rechnung zu bewältigen, mit deren Lösung man die Koordinaten des Finals erhält… und zuweilen ist das scheinbar korrekte Ergebnis augenscheinlich „What the…“, nennen wir es seltsam.

Sonntag Nachmittag irgendwo in Deutschland. Die Sonne scheint, die Vögel pfeifen und ich sammle fleißig die leicht ablesbaren Zahlen an den Stationen des Multis meiner Wahl. Laufe dabei auf netten kleinen Pfaden…

Multi-Geocache Pfad

… gehe an Pferdekoppeln…

Multi-Geocache Pferdekoppel

… und netten Bänkchen vorbei.

Multi-Geocache Bank

Genieße eine längere Zeit die Aussicht an einer schönen Stelle…

Multi-Geocache Aussicht

… und schaue Bienen bei der Arbeit zu.

Multi-Geocache Bienen

Nach etwa 1 1/2 Stunden Genuss stand die Berechnung des Finals an. Nichts wildes, eine Mischung aus Addition und Subtraktion von maximal zweistelligen Zahlen.
Am Ende der Runde stehe ich dann vor der Final-Location, laut Hinweis im Listing und in den Logs vermutlich ein Nano, der irgendwo hier in 2m Höhe angebracht sein soll:

Multi-Geocache - Potentieller Final

What the a fuck fucking final? :o
Die Zahlen der einzelnen Stationen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig, die Rechnung ist – mehrfach überprüft – auch korrekt. Die Koordinaten sind ebenfalls richtig eingegeben und zeigen in Richtung Garage/Haus.

Was würdet ihr tun?

Ergebnisse anzeigen

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Ich habe mich gegen das Suchen entschieden, schlicht weil ich nicht auf Verdacht an Häusern und Garagen herumfingern möchte. Allerdings bin ich hinsichtlich des – pfui bäh – urbanen Geocachings keine Referenz. Selbst wenn mir der Owner die Koordinaten letztendlich bestätigt, möchte und werde ich hier keine Dose suchen und loggen.
Es gibt vielerorts Owner, die ihre kreativen Caches direkt vor ihrem Haus platzieren und sicher den ein oder anderen Geocacher, der hier vermutlich genau aus diesem Grund ohne Skrupel nach der Dose Ausschau gehalten hätte. Ich persönlich habe dabei aber, selbst wenn es vorab bekannt ist, immer irgendwie ein komisches Gefühl in der Magengegend. Da ist mir der Mikro im Wald definitiv lieber als in den Vorgärten, Einfahrten oder Höfen fremder Leute nach einem Geocache zu stöbern.
Ob ich nun die Dose noch logge oder nicht, die schönen Runde habe ich auf jeden Fall genossen… und das ist viel mehr Geocaching als ein weiterer Gummipunkt in irgendeiner Statistik. :)

Nachtrag 11.04.:
Nach Rücksprache mit dem Owner nun die Gewissheit, dass ich 12m zu weit gegangen bin. Eine Zahl war vermutlich nicht korrekt, entsprechend stand ich nicht an der Laterne(Vorsicht, Spekulation), sondern an der privaten Hofeinfahrt.
Der DNF ist geloggt, der Hinweis mit Verbesserungsvorschlag an den Owner geschickt. Ob ich den Cache loggen werde? Keine Ahnung. Der Nano(?) würde den Genuss vermutlich nur nachhaltig schmälern.

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Datum: Montag, 10. April 2017 9:46
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16 Kommentare

  1. 16

    Ich habe auch für „nicht suchen“ gestimmt. Einen Cache, der erkennbar auf bewohnten Privatgelände ist, suche ich nicht. Selbst wenn im Listing steht, die Anwohner wissen Bescheid, ich weiß ja nicht, ob ich richtig gerechnet habe oder mein GPS grade eine hinreichend gute Peilung hat (bei dichter Bebauung nicht unbedingt sicher). Ich kenne auch Cacher, die real schon mal im falschen Garten gestanden haben. Zum Glück hatte der Hausbesitzer Humor…

    Multis durch Natur mit Final in mehr oder weniger vermuggelten Gebiet habe ich schon einige erlebt. Mir erschließt sich der Sinn eines solchen Handelns nicht (außer vielleicht vereinfachte Wartung, wenn der Owner in der Nähe wohnt). Ich mache wenn das passiert – und schon überhaupt wenn es als „Überraschung“ passiert – eigentlich immer eine Bemerkung im Log. Kurioserweise hat das noch nie (!) zu einer Reaktion des Owners geführt, weder positiv noch negativ.

    O tempora, o mores…

  2. 15

    Nur Suchen wenn im Listing ausdrücklich “ Auf Privatbesitz mit Genehmigung “ steht.

  3. 14

    Nachtrag auch von mir: Da nicht davon auszugehen ist, dass sich die Umgebung in 12 Meter Entfernung extrem anders darstellt, würde ich auch nicht an der Laterne oder sonstwo suchen.

  4. 13

    Nachtrag:
    Nach Rücksprache mit dem Owner nun die Gewissheit, dass ich 12m zu weit gegangen bin. Eine Zahl war vermutlich nicht korrekt, entsprechend stand ich nicht an der Laterne(Vorsicht, Spekulation), sondern an der privaten Hofeinfahrt.
    Der DNF ist geloggt, der Verbesserungsvorschlag, dass nicht auf Privatgelände gesucht werden muss, an den Owner geschickt.
    Ob ich den Cache loggen werde? Keine Ahnung. Der Nano(?) würde den Genuss vermutlich nur nachhaltig schmälern und die schöne Runde auf einen Punkt in einer nichtssagenden Statistik reduzieren.

  5. 12

    Was will der „Owner“? Cacher begaffen? Cacher vorführen? Cacher frustrieren? Cacher in Gefahr bringen?
    Ganz klar: nicht suchen.

  6. 11

    Wir würden eher nicht suchen, höchstens – nach mehrmaligem Überprüfen der Rechnung, Lesen der vorherigen Logs (sofern Netzempfang), evtl. Rückversichern bei einem TJ – vorsichtig mit den Augen suchen oder auch mal offensichtliche/unkritische Verstecke untersuchen.

    Danach verfasse ich einen entsprechenden Log (egal ob Found oder DNF), der Kritik am ungeeigneten Versteck zum Ausdruck bringt.

    Dann harre ich der unfreundlichen Reaktionen von Owner und anderen Cachern, die meinen den Cache – der ja gerade wegen dem „Nervenkitzel“ sooo toll ist – verteidigen zu müssen. :wallbash:

  7. ...noch ein GeoblogNo Gravatar
    Montag, 10. April 2017 20:32
    10

    Ich würde auf keinen Fall suchen. Allerdings finde ich es recht bemerkenswert, dass ein Owner so eine augenscheinlich schöne Runde durch die Gegend mit einem Urban-Popel-Nano abschließt.
    Selbst wenn es ein Rural-Popel-Nano sein sollte: Popel-Nanos haben als Multifinal nichts verloren.
    Achja: DNF loggen und ein, zwei Anmerkungen dazu machen

  8. 9

    Vorausgesetzt ich hätte meine Rechnung mindestens noch einmal kontrolliert und bei den Ablesungen wenig Zweifel gehabt, dann würde ich mindestens mal vorsichtig mit den Augen suchen. Ist dort aktuell wenig Muggelverkehr, dann würde ich meine Hand auch schon mal in eindeutige Vorsprünge stecken. Falls ich dann fündig werden sollte, würde ich im Log auf jeden Fall die kritische Anmerkung einbringen, dass man im Listing doch auf den privaten Charakter und mögliche Erlaubnisse zum Suchen hinweisen sollte. Falls ich nicht fündig werden sollte, gibts nen DNF mit entsprechend kritischen Anmerkungen.

    Viele Grüße
    Gerald

  9. 8

    Also dazu mal eine Geschichte aus dem wahren Cacherleben: Schöner Multi in Österreich mit netter Ortsführung. Alles gefunden, Final ausgerechnet. Hinweis: Nachbarn wissen Bescheid (also im Ort). Zum (vermeintlichen) Final geschlendert: Grundstück mit großer Mauer und darin diverse Versteckmöglichkeiten vorgefunden. Also fleißig drauflosgesucht…bis wir plötzlich den Hausschlüssel in Händen hielten. Daraufhin nochmal die Rechnung gecheckt –> Zahlendreher :doh: . Deitdem habe ich bei solchen Geschichten auch immer ein ungutes Gefühl (ohne Checker).

  10. 7

    Ich tippe auf verrechnet.

  11. 6

    D)
    – Wasserhahn demontieren
    – Garagentorgriffe abreißen
    – Mülltonne auf den Kopf stellen und entleeren
    – Lampe mit Hausnummer funktionsuntüchtig machen
    – Zeitungshalter demontieren
    – Bewegungmelder demontieren und am Boden ablegen
    – Merken, dass man nicht Punkt-vor-Strichrechnung bei der Berechnung angewendet hat
    – GZ schnell verlassen
    – Dose in Natur finden
    – Log schreiben: Tolle Runde – Final schnell errechnet und gefunden
    – Listing auf WL setzen.

  12. 5

    Ich würde hier wohl nur suchen, wenn das betreten des Grundstücks im Listing ausdrücklich erlaubt wird und ich mir durch eine checksumme oder ähnliches sicher sein kann auch das richtige Grundstück zu betreten.

  13. 4

    C) TJ anrufen und nachfragen, ob er da wirklich liegt.

  14. 3

    Wahrscheinlich hättest du den Logstreifen im Nano auch noch komplett ausrollen müssen, um einen freien Platz zu finden. Und dann mit reichlich Frust im Nacken alles wieder zusammentüddeln, was erst im dritten Anlauf gelingt :lachtot:
    Ich denke ich wäre zu neugierig gewesen, hätte mir das volle Programm gegeben und das Ding an dem „idyllischen Ort“ gesucht.
    Warum macht er den denn nicht als Tradi, wenn es unbedingt ein „beim Owner vor der Tür“ sein muss? Dann ist zumindest gleich klar, dass man besser erst gar nicht hingeht…
    VG
    Röbü
    PS: coole Abstimmfunktion…!

  15. 2

    Wir stimmten zwar mit nicht suchen, aber it depends:

    Wir selber besitzen auch einen Cache auf unserem Grundstück, weisen aber auch im Listing von vornherein darauf hin.
    Wir haben auch allen Nachbarn gezeigt, was wir da hin gesetzt haben, und auch dieses wieder im Listing deutlich vermerkt.
    Wir haben auch keinen Nano versteckt, unseren Cache sieht man schon von weitem. Hier ist nicht die Suche nach dem Final, sondern die Runde vorher das was wir zeigen wollten.
    Außerdem stehen die Finalkoordinaten von vornherein im Listing, wer also abkürzen, oder sich mit dem Ergebnis am Ende nicht sicher ist, kann sich hier bedienen.

    Aber einen Nano/Mikro mit unsicheren Koordinaten würden wir dort an deinem Beispielcache vermutlich auch nicht suchen.

  16. 1

    Freu Dich über die schöne Zeit in der Natur und setz den Multi auf die IL.