Lang bekannte Vorwürfe

Während immer mehr Geocacher durch die Landschaft streifen und die anhaltende Flut neuer Dosen die Herzen der modernen Schatzsucher höher schlagen lassen, werden auch die kritischen Stimmen stets lauter. Aus den Reihen der Geocacher ist dabei immer wieder zu hören, dass es halt ein paar wenige schwarze Schafe sind, die Probleme verursachen. Doch stimmt das wirklich?
Die Tage gab es drei Artikel zu Rotwildproblemen im Kreis Kleve, Kreis Neuwied und im Hochtaunus. Dabei wird in allen Artikeln Geocaching als eines der Probleme bei den Störungen des Rotwildes genannt.

In den Verbreitungsgebieten des Rotwildes kommt es gebietsweise zu hohem Besucherdruck durch Wanderer, Mountainbiker und Pilzsucher. Und was leider besonders schlimm ist, ist das Geocaching zu jeder Tages und Nachtzeit

Quelle: rhein-zeitung.de

Die Förster am Niederrhein wollen unter den Waldbesuchern nun Geocacher als Ursache ausgemacht haben – diese gehen mit Navigations-Geräten auf eine Art elektronische Schnitzeljagd.

Quelle: derwesten.de

Petrak sprach in diesem Zusammenhang sowohl die Störfaktoren an, die von permanentem Jagddruck ausgehen, als auch die Belastungen durch Freizeitsportler, Erholungsuchende, Geocacher oder Pilzsammler.

Quelle: usinger-anzeiger.de

Bevor man aber jetzt angesichts der Pauschalisierung „Die Geocacher“ wieder argumentiert, dass es halt ein paar Cacher sind, die sich nicht benehmen können, behaupte ich jetzt einfach mal, dass 99% der Cacher (mich eingeschlossen) bei dieser Art von Negativpresse nicht ganz unschuldig sind. Mittlerweile ist die Community entsprechend groß, dass es nicht nur bei ein paar wenigen Besuchern pro Monat bleibt. Nicht selten werden neu ausgelegte Geocaches schon in den ersten Tagen dutzendfach geloggt und weisen teilweise schon nach wenigen Wochen dreistellige Fundzahlen auf. Wo man vor Jahren den Cachern noch abgelegene Orte im Wald zeigen konnte und aufgrund der geringen Besucherfrequenz seltenst jemand einem Förster/Jäger begegnet ist, so dürfte mittlerweile jeder aufmerksame Revierinhaber in den ersten Tagen von der „ungeliebten“ Waldnutzung Wind bekommen. Die Spuren in der Natur sind teilweise schon nach wenigen Cachern deutlich zu sehen und werden schlicht als Cacherautobahn hingenommen. Müssten wir da nicht alle irgendwie reagieren?

Wie schädlich können Menschen für den Wald sein, die sich selbst die Freizeit in einer intakten Natur auf die Fahnen geschrieben haben?

Quelle: derwesten.de

In vielen Fällen geht es nicht nur um die sichtbaren Spuren, sondern um das, was man meist nur flüchtend zur Kenntnis nimmt – das Wild. Rotwild, wie in dem aktuellen Fall, ist wesentlich empfindlicher als Reh- oder Schwarzwild. Bei ständigen Störungen in Einständen und Äsungsflächen reagiert das größte deutsche Wildtier schlicht und einfach mit Flucht. Im Wiederholungsfall wird der Platz, an dem es vertrieben wurde, gänzlich gemieden. Da braucht man sich nicht wundern, wenn manch ein Zeitungsartikel gleich rigorose Forderungen beinhaltet

Der Kreisjagdmeister setzt sich daher für eine öffentliche Diskussion ein. „Wir brauchen zudem wissende Nutzer der Lebensräume, die Rücksicht nehmen auf die frei lebende Kreatur und gerade in Rotwildgebieten so wenig stören wie möglich.“ Das bedeute den Verzicht auf abendliche und frühmorgendliche Spaziergänge oder Radtouren entlang von Wiesen, die als Äsungsfläche dienen können. Geocaching und ähnliche Geländespiele müssten ganz unterbleiben.

Quelle: rhein-zeitung.de

Einer Vielzahl von Cachern dürften diverse Negativschlagzeilen von Jägern, Förstern und Naturschützern, sowie die Probleme rund um das schöne Hobby Geocaching nicht entgangen sein. So auch die für den Artikel interviewten Cacher:

Für Geocacher sind das zum Teil lang bekannte Vorwürfe – die diejenigen aber von sich weisen, die das Hobby in ihrer eigenen Nachbarschaft und mit viel Aufwand betreiben. „Die Grundidee ist, rauszukommen und in einer intakten Natur unterwegs zu sein“, betont etwa Geocacherin Petra Hölscher aus Kleve. Dabei ist sie durchaus nicht damit einverstanden, wie manch andere das Hobby betreiben.

Quelle: derwesten.de

Wenn es schon bekannt ist und nur die Wenigsten etwas dagegen unternehmen, macht man es sich dann nicht zu einfach wenn man die Vorwürfe einfach von sich weist und wieder einmal auf die scheinbar kleine Anzahl schwarzer Schafe zeigt? Liegt es nicht an uns allen bei offensichtlichen Problemen zu reagieren, den Owner über Missstände zu informieren und in weiteren Schritten eventuell auch mal vor einem NM nicht zurückschrecken? Wollen wir warten bis wir auch in Deutschland niederländische Verhältnisse haben – Geocaches nur noch mit Erlaubnis von Waldbesitzern/Grundstückeigentümern?
Was kann man in dem aktuellen Fall tun um weitere Probleme zu vermeiden? Wie wäre es, wenn in den ausgewiesenen Rotwildgebieten das Auslegen von Nachtcaches nur noch in Abstimmung mit Jagd/Forst ermöglicht wird? Bei allen anderen Caches könnte man mit Hilfe von gut sichtbaren Hinweisen im Listing und mit den entsprechenden Attributen die Cacher darauf aufmerksam machen, dass der Besuch in der Dämmerung/Nacht nicht vereinbar mit dem Naturschutz ist. Eine Karte mit eingezeichneten Rotwildgebieten gibt es hier (leider recht ungenau). Vermutlich wird aber die deutsche Community allein, sprich ohne Weisung vom recht weit entfernten und vermutlich nicht wirklich brennend interessierten Seattle, so etwas gar nicht erst zustande bringen… leider! :-( Denn selbst wenn die Reviewer dies umsetzen wollten, gäbe es genug Cacher, die mit dieser Einschränkung nicht einverstanden wären.

Allerdings muss ich manchen Aussagen der Cacher in einem der Zeitungsartikel auch zustimmen:

Von den Förstern fühlt sie sich allerdings angegriffen. „Die scheren die Geocacher über einen Kamm“, klagt sie. Auch umsichtige Geocacher würden im Wald unfreundlich von Förstern angesprochen. Das beklagt auch Achim Matenaar, einer der aktivsten Geocacher der Region. Er habe bislang nicht den Eindruck gehabt, dass „die Förster gesprächsbereit“ seien, sagt er. Dabei wisse er, dass davon beide Seiten profitieren können.

Quelle: derwesten.de

Mit meiner Aktion Kontakt zu Jägern – Teil 1 hatte ich keinen Erfolg und auch bei anderen, an Gesprächen interessierten Geocachern tut sich recht wenig. Es scheint, als ob in manchen Gegenden die Gesprächsbereitschaft nur einseitig existiert. :(
Dabei wäre es um ein Vielfaches einfacher, wenn jeder so denken würde wie Förster Stefan Spinner

Im NRZ-Gespräch erklärte er sich bereit, sich demnächst mit den Geocachern zu treffen. Es liege ja auch in deren Interesse, mehr über den Wald zu erfahren.

Quelle: derwesten.de

Auch wenn ich heute noch keinen deutschlandweiten Erfolg bei Gesprächen zwischen Geocachern und Jägern/Förstern/Naturschützern sehe, so ist doch jeder noch so kleine und lokale Erfolg ein Schritt in die richtige Richtung.
Dass dabei jeder einzelne Geocacher mithelfen kann, brauche ich nicht extra erwähnen, oder? ;)

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Datum: Montag, 7. November 2011 20:05
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10 Kommentare

  1. 10

    intakte natur? nach langem überlegen muss ich jetzt auch meinen senf zu dieser diskussion dazugeben…

    70% (http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/383616/publicationFile/22185/ErgebnisseWaldzustandserhebung2007.pdf) der deutschen bäume sind krank (erinnert sich noch jemand an das waldsterben?), der natürliche wald, wie es ihn vor der großflächigen nutzung des menschen gab (z.b. der schwarzwald war mal praktisch ein buchen/mischwald, heute gibts da größtenteils tannen/fichten.) ist verschwunden, die walddecke die nordeuropa mal bedeckt hat, ist sowieso verschwunden…
    wald in deutschland ist heute meistens ein nutzwald, der dazu da ist um holz zu gewinnen, und nebenbei leben noch ein paar tiere darin… wodurch ihn eben auch die jäger nutzen wollen…
    dazu wird er von spaziergängern , radfahrern oder wanderern benutzt…

    so wertvoll der lebensraum wald sicherlich ist, ist er eben ein nutzwald(wenn kein grün umrandetes, dreieckiges schild davor steht). hier sehe ich keine probleme, wenn ein cache abseits des weges ist. früher oder später kommt sowieso der harvester (s. kommentar u.). und wenn die dort lebenen tiere nicht schon durch den harvester (oder jäger) verscheucht wurden, werden sie es halt durch den geocacher (achtung: sakrasmus(ich möchte ja keine zenur riskieren)). tiere gewöhnen sich an den menschen… viele wildtiere kommen in die städte, weils da lecker essen gibt :)…
    eine eingene erfahrung damit hatte ich z.b. bei dem nachtcache „bücherwurm @ night“. bei suchen nach reflektoren sah man im wald, keine 20 meter entfernt, plötzlich ganz viele, sich bewegende reflektoren. da dieses waldgebiet stark frequentiert ist, und soweit ich weiss, dadurch auch nicht bejagt wird, haben die rehe hier die scheu vor dem menschen praktisch verloren… (das muss jedoch nicht überall so sein)

    anders sieht das bei 3 punkten aus:

    leben in diesem wald geschützte tierarten, ist der wald ein naturschutzgebiet und gibt es ein klares verbots des besitzters/pächters einen cache auszulegen,
    dann sollte dies auch nicht getan werden!!
    diese punke verstehen sich bei (vermutlich/hoffentlich) 99% der cacher von selbst…
    wenn bei diesen 3 punkten ein cache mitten im wald ausgelegt wird, kann man im besten fall nur hoffen das die reviewer/owner mit den waldbesitzern/pächtern in kontakt treten, um erst gar kein problem entstehen zu lassen.
    hier ist ganz klar die kommunikation zwischen den „parteien“ der wichtigste punkt zur entspannung der lage. ausserdem sollten beide seiten ruhig blut bewahren, und artikel wie von der RP (akuteller blogeintrag) sind da nicht hilfreich.

    es ist nun mal so, dass durchs geocachen der wald eine zusätzliche interessengemeinschaft hinzubekommen hat, und wenn viele interessen aufeinanderstoßen führt das zwangsweise zu konflikten…
    in nutzwäldern (und ohne verbot der waldpächters) ist mir dieser konflikt unbegreiflich… wenn der wald noch intakt sein sollte (was extrem unwahrscheinlich ist) juckt es „ihn“ nicht wenn ein paar hundert geocacher durch den wald laufen… zumindestens nicht wenn man das auf etwas längere zeiträume (100 jahre+)sieht… abgesehen davon haben die cacher ja bewiesen, dass durch CITO’s wirklich was getan wird…
    bei nsg’s muss jedoch penibel darauf geachtet werden, dass sich kein cache abseits des weges befindet. hier müssen zusätzlich zu den ownern und cachern (die den cache hoffnetlich nicht machen), die reviewer in die verantwortung genommen werden.
    kombiniert mit besserer kommunikation mit den förstern und jägern sollte doch eine lösung gefunden werden, ohne gesetze, die geocaching in wäldern verbieten…

  2. 9

    Wir haben hier einen guten Draht zu den Landesforsten RLP. Das hat auch schon zu so mancher Entschärfung bei Konflikten geführt. Immer mit dem Ziel, den Cache möglichst zu erhalten und dabei der Natur nicht zu schaden …

  3. 8

    Also solange man blöde Pöbelantworten vom Owner bekommt, die sogar bis zur Drohung gehen, dass auch der eigene Cache „mal besucht“ wird, wenn man im Log per Note auf ein suboptimales Versteck/Location aufmerksam macht ist GC sowieso dahin.

    Oder mir erst letztens passiert: ein vergewaltigter Kletterbaum, wo die Rinde schon stellenweise abgewetzt ( 8O ) war, und der Owner nur meint, der Baum sei als Kletterbaum in der Gegend bekannt. … :o ja und 100 Cacher mehr machen da ja auch nichts mehr schlimmer :wallbash:

  4. 7

    Ich bekenne mich schuldig! Ich besuche Dosen.

    Bei jeder Dose, die ich besuche, verändere ich etwas die umgebende Natur. Das ist nicht weiter schlimm. Die Natur holt sich mit der Zeit ihren Teil wieder zurück. Kein Problem. Wenn nun aber immer wieder einer kommt, dann bleibt keine Zeit zur Erholung. Und das ist das Problem.

    Jeder der in den Wald geht, tut dies sicher nicht mit der Absicht, dort großen Schaden anzurichten. Ich glaube, dass es unter uns eigentlich keine schwarzen Schafe gibt, sondern dass es einfach ein Mengenproblem ist. Wie in allen Bereichen. Solange nur der Souverän im Wald jagen durfte gabe es keinen Stress. Als es noch keine Auflagen bezüglich Artenvielfalt, Profitabilität und CO2 Speicherfähigkeit des Waldes gab, waren die Waldverwalter entspannter. Bevor Mountainbikes durch den Wald gefahren sind, gab es nur glückliche Wanderer.

    Ich glaube nicht, dass WIR etwas ändern können. Aber ICH kann etwas ändern. Z. B. Powertrail-Runden, die im ersten Monat teils über 100 Founds aufweisen, einfach links liegen lassen. Dafür Runden machen, die bei gleicher Länge und nur 1 Dose nur alle 2 Monate einen Found haben.

    Es gelingt mir noch nicht immer. :( Aber ich arbeite an mir. :)

    Und vielleicht gelingt es ja auch euch ab und an! :bravo:

  5. 6

    JR849 spricht mir aus dem Herzen! Da ich selber erst seit etwa 2 Jahren dabei bin, darf ich über die Flut an Neuzugängen nicht meckern, bin ich doch selber einer davon. Statt auf einige wenige „schwarze Schafe“ zu verweisen, sollten wir uns besser der Tatsache stellen, das wir mittlerweile eine ziemlich große Truppe sind, gerade hier in Deutschland, und wir damit umzugehen lernen müssen.

    Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkungen unseres schönen Hobbys tut also Not. Dazu gehört auch das Bewusstsein, das auch viele kleine Störungen manchmal Schaden anrichten können. Dieser Artikel ist dazu ein ein guter Beitrag.

    Geo Hawk

  6. 5

    hmmmm … da wird gemeckert und gewettert was das Zeug hält und die liebe Presse macht da Ordentlich mit. Da es sowieso nicht weit her ist mit der gründlichen Recherche und keiner der Artikel irgendeinen wissenschaftlichen Gesichtspunkt trifft … wer liest den überhaupt den Mist was die Jungs und Mädels an epischen eher mageren Pseudosamenergüssen von sich geben? Als einen Fakt kann man festhalten dass es unterschiedliche Interessen im Wald gibt. Selbst Förster und Jäger/Jagdpächter sind sich da nicht immer grün! Als Jäger wäre ich auch ärgerlich wenn „mein“ 5000€ Hirsch plötzlich nicht mehr in meinem Jagdgebiet wäre … Und solange es auf allen Seiten wilde Anschuldigungen gibt … hmmm … man kann weder der Katze verbieten kurz mal in Wald zu gehen noch halte ich eine generelle Leinenpflicht bei Hunde für sinnvoll (wobei es in den meisten Gebieten sowieso schon Regelungen dafür gibt). Und im zweifel gewinnt die Marktwirtschaft den Kampf um den Wald und nicht die Natur. Ein Kamin ist schick im Wohnzimmer, der Rehbraten schmeckt lecker und auf dem Boden will sowieso niemand schlafen … und da wird sich m.E. auch bei Geocaching als solches nichts ändern. Auf der ständigen suche nach Erfolg und Anerkennung dem letzten Kick von Adrenalin … es wird weiterhin billige Filmdöschen im Wald geben. Egal ob in 20 Meter Höhe oder alle 160 Meter – die Nachfrage bestimmt wie es weiter geht. Und solange alle zurück zur Natur wollen aber keine zu Fuß und jeder denkt, ach was … wieso ich wird sich nix ändern – schade!

  7. 4

    bei Störungen im Wald sind nicht zu vergessen die Harvester(Baumernter), die dafür gebaut sind, dass sie nicht auf Wege angewiesen sind UND anschließend die LKW, die gerne in der Nacht das Holz aufladen – sind mir schon häufig auf meinem Arbeitsweg mit dem MTB MITTEN im Wald begegnet – wo die einmal gefahren sind, muß danach der Waldweg wieder hergestellt werden und das Ganze jetzt im Frühjahr UND im Herbst – aber klar sind die Cacher lauter und machen alles kaputt ;-) oder?

  8. 3

    Wie immer liegt die Wahreit in der Mitte. Jede Seite hat gute Gründe und Argumente und auf beiden Seiten gibt es schwarze Schafe. Nur im Gespräch und im gegenseitigen Verstehen liegt die Lösung des Problemes. Und dafür werden auch alle gebraucht. Sowohl Jäger als auch Cacher.

    Da aber Cacher für die Jäger leider nicht so greifbar sind, wie umgekehrt, liegt die Hauptinitiative bei uns Cachern. Sowohl in der Erziehung unserer schwarzen Schafe als auch im Kontakt zu den Jägern um das Gespräch zu suchen und gemeinsame Lösungen zu finden.

    Und das das funktioniert beweist ein befreundetes Cacherpaar. Diese arbeiten eng mit dem Waldbesitzer zusammen und holen sich für jede Dose das ok.
    Auch ich habe einen Klassenkameraden unter den Jägern. Bei uns gibt es aber noch keine Probleme und wenn mal welche auftauchen weiß er nun, an wen er sich zur Klärung wenden kann.

    Der persönliche Kontakt ist hier ganz wichtig. Es schimpft sich nämlich viel einfacher wenn man nicht in die Augen des vermeindlichen Gegners blickt.

  9. 2

    Ich denke da spielen so viel Faktoren zusammen das man diese Problem nicht ohne weiteres gelöst bekommt. Gegen die immer größere Anzahl an Geocachern lässt sich nicht viel machen. (ich glaub kaum das gc eine Anmeldestop für Deutschland einführt :ugly: ) Wichtig ist sicherlich das jeder mal über sein eigenes Verhalten nachdenken sollte. Wichtig ist auch das Owner verantwortungsvoll Caches legen. Bestes negativ Beispiel hier erst wieder in S-Ost. Dose im Wald, Koordinaten 30m im off, kein Hint, kein Spoiler und keine Cachgröße angegeben. Klar, da wir jeder Stein umgedreht, jede Wurzel untersucht, man will ja schließlich den Punkt :irre: .
    Ganz wichtig natürlich auch die allseits beliebten Powertrails, man kann schöne Landschaft nicht auf 10km mit einem Multi für den es nur einen Punkt gibt zeigen, Da muss exakt alle 160m ne Dose liegen :doh:
    Genau so wie wir Cacher uns sicherlich Vorwürfe gefallen lassen müssen, müssen auch die Herren Förster und Jäger mal vor ihrer eigenen Haustüre kehren.
    Ich weiß auch nicht wirklich ob der Dialog hier zu einem vernünftigen Ergebnis führt, aber es ist zumindest besser wie sich gegenseitig die Schuld zu zu schieben.

    Only my 0,02€

  10. 1

    Ganz ehrlich, das geht mir langsam auf den Zeiger..
    Die Förster die gern auch mal mit ihren Geländewagen und aufgedrehten Radios des Nachts durch den Wald brettern und irgendwann mit etwas Abstand zum Hochsitz mal stiller werden, schieben es auf Geocacher.
    Die sagen später es gibt auch Pilzsucher im Wald und überhaupt wars keiner.
    Dann gibt es noch die Wanderfraktion die mal Dosen, Rotznasen etc verlieren, wobei Rotznasen an sich nicht umweltschädlich sind aber nunmal nach „Mensch“ riechen was ein Tier auch stören kann, die Mountainbiker die mal Querfeldeinbrettern, dies das.
    Hundebesitzer im Wald ohne Leine, Katzen aus Ortschaften die im Wald rumschleichen..
    Was Du schreibst ist absolut richtig. Jeder der sich im Wald aufhält sollte daran denken das er hier zu Gast ist, egal ob Förster – Cacher – Wanderer oder sonstiges, ganz leicht.
    Vorallem aber sollte man sich eine andere Sache vor Augen halten, Rehe und Co sind das eine, das andere sind Wildschweine die irgendwann mal ihre Scheu verlieren.
    Und jeder der einmal einen Keiler begegnet ist wird wissen worauf ich anspiele :)